Bud kommt!

Beinahe habe ich ja den Beginn der diesjährigen Regen- und Hurricane-Zeit verschlafen. Normalerweise schwitzt man bereits ab Anfang Mai heftig und hat sich den ersten Sonnenbrand geholt. Aber dieses Frühjahr und Frühsommer waren kühler als gewohnt. Nachts schläft man noch sehr komfortabel ohne Klimaanlage und tagsüber wurden erst während der letzten Tage die Ventilatoren im Haus eingeschaltet.

Doch nun kommt Bud, der erste Hurricane der Pazifik-Saison, der an der Küste spürbar werden wird. Heute tobt er noch mit gutem Abstand zum Festland über dem Pazifik, hat bereits Kategorie 2 erreicht. Aber er dürfte, zumindest laut Wetterbericht in der kommenden Nacht heftigen Regen vor sich her treiben. Für die Küsten von Chiapas bis Jalisco wurde Hurrikanwarnung gegeben, morgen bleiben die Schulen in vielen küstennahen Landkreisen geschlossen.

Bud bläst z.Zt. mit 175 km/h und Spitzen bis 215 km/h. Der Wetterdienst rechnet mit einem Anstieg der Windgeschwindigkeiten heute nacht. Voraussichtlich wird der Sturm Samstag nachts auf die Küste treffen, hoffentlich dann abgeschwächt als Tropensturm oder Depression.

Hurrikan Bud Mai 2012 – Bild: NASA

La Llorona

Nacht für Nacht hörte man sie klagen, la Llorona, die Weinende Frau. An den Ufern des Texcoco-Sees irrte sie umher, „meine Kinder, meine Kinder“ rufend und klagend. Ihr weisses Totenhemd schimmerte matt im Mondlicht und als der Nebel über den See heraufzog, verschwand sie im Wasser.

Ihre reuige Seele fand keine Ruhe. Und so irrte sie weiter Nacht für Nacht um den See herum, indem sie Ihre drei  Kinder und anschliessend sich selbst ertränkt hatte.

Die Eifersucht über ihren spanischen Mann, der sie und ihre gemeinsamen drei Kinder wegen einer Spanierin verliess, trieben die indigene Llorona in den Wahnsinn.

So erzählt es nur eine der Legenden um La Llorona. In Mexiko soll es  sich bei einer Version dieser  Legende um Malinche handeln, deren Seele so für den Verrat am mexikanischen Volk bestraft wird.   In vielen Lateinamerikanischen Ländern gibt es ähnliche Erzählungen.

Das bekannteste  Lied der Llorona  wurde wohl von Chavela Vargas gesungen. Aber  niemand kann Seelenschmerz so ergreifend in einem Lied interpretieren wie die mexikanische Sängerin Lila Downs: Gänsehautfeeling, absolut sehens- und hörenswert.

Todos me dicen el negro, llorona  negro pero cariñoso

Yo soy como el chile verde, llorona

picante pero sabroso.

Ay! de mi, llorona

llorona de ayer y hoy

ayer maravilla fui, llorona

y ahora ni sombra soy

Dicen que no tengo duelo, llorona

porque no me ven llorar

Hay muertos que no hacen ruido, llorona

y es mas grande su penar

Ay! de mi, llorona

llorona de azul celeste

y aunque la vida me cueste, llorona

no dejare de quererte

 

Alle nennen mich niedrträchtig, LloronaNiederträchtig, aber doch voll Liebe

Ich bin wie der grüne Chili, Llorona,

scharf, aber würzig.

Ach ich Arme, Llorona

ich weine seit gestern bis heute

Gestern war alles wunderbar, Llorona

heue bin ich weniger als ein Schatten.

Sie sagen, ich trage keinen Schmerz, Llorona

Weil sie mich nicht weinen sehen

Aber es gibt Tote die keinen Lärm machen, Llorona

Und ihre Pein ist grösser als meine

Ach ich Arme, Llorona

Tränen in himmelblau

Und auch wenn es mich das Leben kostet, Llorona

Ich werde nicht von Dir lassen

 

Chili – chile – aji

Jedes Wort steht für SCHARF!!!

Wieviele Sorten chile /Chili oder Aji wie man auch in Südamerika sagt, hier in Mexiko frisch, getrocknet, pulverisiert,  eingelegt oder als Paste  angeboten werden,  kann ich nicht genau sagen, es sind gefühlte tausend.  Je mehr ich hinterfrage, welche chili-Sorte ich für welchen Zweck verwenden soll, umso verwirrter werde ich. Es ist wohl so, dass jede Hausfrau ihre Vorlieben und Geheimrezepte hat.

Tatsächlich gibt es weltweit eine unglaubliche Bandbreite an Chilis, von süsslich bis höllenscharf und wer sich dafür interessiert wird über die ausführlichen Beschreibungen mit Fotos auf den  Seiten vom Chili-Balkon   begeistert sein.

Meine liebste Chili ist die Jalapeña, hier auch chile cuaresma genannt. Spanien-Liebhaber kennen diese Sorte sicher als ‚padrones‘ aus den Tapas-Restaurants: Diese padrones/jalapeñas/cuaresmas sind immer für eine Überraschung gut:  egal wieviele davon auf dem Teller liegen, man bekommt beinahe  die volle Bandbreite der Schärfegrade,  manche sind ordentlich scharf, richtige Gurgel-Brenner,  ein paar sind pikant und einige geradezu langweilig mild.

Was macht man auf die Schnelle mit Chile Jalapeña? Dieses:

jalapeño rellenado by Vallartina

Die Chilis waschen, der Länge nach bis kurz vor den Stiel aufschneiden, vorsichtig auseinander ziehen, die weissen Stege mit einem kleinen scharfen Messer  herausschneiden, entfernen. Je nach Wunsch-Schärfe klopft man alle verbliebenen Kerne heraus, oder belässt mehr oder weniger in der Frucht.

Die Füllung nach Gusto mit Frischkäse, Mozzarella oder queso panela (eine mexikanische Frisch-/Weichkäse Art) füllen. Der Fantasie sind bei der Füllung kaum Grenzen gesetzt: Frischkäse pur, oder mit geröstetem Sesam oder Mandelblättchen usw.

Für Feinschmecker oder besondere Gelegenheiten nimmt man weniger  Käse, steckt der Jalapeña noch eine gekochte, erkaltete Garnele „in den Mund“. Wer es ganz hübsch machen will, nimmt gekochte  Scampis, geschält aber  mit Schwanzflosse,  die dann noch ganz dekorativ aus der Chili-Schote herausguckt.

Nun umwickeln wir die gefüllte Jalapeña mit einem dünnen Streifen geräuchertem, durchwachsenen Bauchspeck, notfalls mit einem hölzernen Zahnstoche fixiert, und ab damit in eine mit wenig Öl bepinselte Pfanne und den Speck knusprig braten.

Fröhliches Schärfe-Raten!

Frühstück mit Vallartina

Ein richtiges ‘desayuno’ ist eine ernsthafte Angelegenheit in Mexiko. Ernsthaft vor allem für den Magen, denn wer zu vormittäglicher Stunde noch keine Mengen in sich hinein schaufeln kann, sollte nicht wirklich an ein  herzhaftes mexikanischen Frühstück denken. Aber keine Sorge: für zaghafte Esser gibt es eine riesige Auswahl an Hot Cakes, Waffeln und Französischem Brot, bevorzugt  zu Bergen gestapelt, mit Früchten überhäuft und Creme gekrönt, übergossen mit Strömen  von Cajeta!

Zum desayuno geht man bevorzugt in spezialisierte Restaurants, denn ein mexikanisches Frühstück, was eigentlich eher ein ‘Spätstück’ von der Uhrzeit her ist, bedingt schon einige Zubereitungszeit. In der Altstadt Puerto Vallartas kennt jeder Fredy’s Tucan, das angesagte Frühstücks-Restaurant seit ungefähr 30 Jahren.

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Huevos Rancheros, Chilaquiles, Huevos benedictinos, Machachas, kleine Aranchera mit Frijoles usw. alles sehr herzhaft, füllt den Bauch für  einen halben Tag und schenkt Kalorien für zwei Tage! So lade ich Euch auf ein etwas abgespecktes Frühstück ein, heute gibt’s nach Fredy’s Tucan Original-Rezept

Huevos divorciados – Geschiedene Eier

Für die rote Sosse:

1 kleine Tomate, 1 Zehe Knoblauch, 5 Chilli Serrano, Salz, Pfeffer, Basilikum fein gehackt

Für die grüne Sosse: 5 grüne Chillies, 1 Zehe Knoblauch, fertige Gewürzmischung für Hühnchen oder nach Wahl

2 Eier

2 Maistortillas

1 Scheibe Schinken nach Wahl frisch oder in der Pfanne angeschwitzt

Öl zum Braten

Die Tomate mit den Chillis kurz in einer Pfanne andünsten, im Mixer/Blender mit Gewürzen zerkleinern

Die grünen Chilis kurz in der Pfanne anrösten, mit  Knoblauch und Gewürz im Blender zerkleinern

Zwei Spiegeleier braten.

Auf einem Teller die beiden Tortillas Seite an Seite auslegen, in eine Tortilla die rote Sosse mit einem Spiegelei geben, die grüne Sosse und das zweite Spiegelei in die andere Tortilla. Beide Tortillas werden mit der Schinkenscheibe „geschieden“, d.h. der Schinken kommt als Trennung zwischen die beiden Tortillas.

Traditionell müssten nun die Huevos divorciados von frijoles refritas (Bohnenmus) begleitet werden.

¡Buen provecho!

Dieser und jener Frust….

Die Zeit verrast, das sehe ich an meinen Blogeinträgen. Aber ich bin nicht faul! Gar nicht. Nur viel zu beschäftigt mit allen möglichen und unmöglichen Dingen.

Die letzten Tage habe ich endlich Behördenkram angepackt, vor allem deutschen Behörden-Papier-Kram, den ich schon beschämend lange Zeit vor mir hergeschoben habe. Tja, selbst als Ausgewanderte wird man gelegentlich  noch von der “guten” alten Heimat mit Papierbergen konfrontiert.

Zwischendurch brauchte ich frische Luft und musste blödsinnigerweise mir einbilden, einen neuen Golfschläger zu spielen. Ich sach mal so: nach meinen Versuchen hätte man glatt Kartoffeln anpflanzen können. Ich hätte ja auch in den Pool springen können, aber an dessen Wasserpumpe schraubt seit gestern der plomero, der Installateur, herum. Ich würde sagen, was er gestern falsch zusammenschraubte, verschlimmbessert er heute.

Frustiert also durch Bürokratie + Golf + Handwerkspfusch, was macht Vallartina? Geht in einen Haushaltsgeräteladen und kauft sich endlich die big fat Kitchen Maschine mit der sie schon länger geliebäugelt hat. Und was macht man mit solch einem Rühr-Knet-Wunderwerk? Brot backen.

Zwischendurch packt mich eben nicht nur der Behörden- und Golffrust, sondern auch der süsse-weiche-Brötchen-pampiges-Toastbrot-Frust. Und dann will ich Graubrot, Roggenbrot, Weizenmischbrot! Gibt’s hier nicht zu kaufen, selber machen ist angesagt.

Nachdem ich mittlerweile auf ca. 90 % meines Wunschergebnisses für Mischbrot angekommen bin, stieg auch meine Stimmung wieder, selbst wenn ich mit Backen kaum nachkomme so schnell sind die Brote weggeputzt – gerade eben ruhen sich zwei Laibe Baguette aus und warten auf ihren Einsatz im Ofen.

Eigentlich wollte ich ja heute in die Stadt fahren, für den morgigen mexikanischen Muttertag (jawoll! am Donnerstag!) mir was Schönes kaufen. (Geschenke kauft man sich selbst immer am Besten….) Und warum tue ich das nicht? Ja weil sich beim Versuch die Karre anzulassen neuer Frust einstellte: el carro springt nicht an, sondern meldet im Display so ungefähr alle System-Mängel von denen ich bisher noch nie gehört habe. Ergo: morgen anstatt Muttertags-Kuchen Werkstatt-Besuch! Na bravo!

Wie geht es Euch?

 

 

Golf PRO-AM-Turnier, oder: Wie Schweini die Welt wieder in Ordnung brachte!

Die letzten Tage bin ich mal wieder sehr mit Golf beschäftigt. Was Wunder, schliesslich musste ich Trainingsrückstand nachholen, interessante Turniere stehen an.

Allen voran, natürlich ein PRO-AM-Turnier auf meinem Lieblingsplatz  in Nuevo Vallarta: die hoffnungsvollsten Nachwuchsgolferinnen aus ganz Amerika (Nord, Mittel, Süd) sowie Europa und Asien geben uns hier die Ehre, sie spielen auf der Qualifying Tour um die nötigen Siege/Punkte/Preisgelder für den Einzug in  die ganz grosse Liga, die Ladies PGA zu verbuchen. Ab morgen wird es ernst für 142 junge Frauen aus knapp 30 Ländern, der Cut will erspielt werden um im Finale am Sonntag möglichst bestens zu scoren.

Ja, ich weiss, das ist jetzt wieder etwas Fachchinesisch für viele meiner Blogbesucher/innen. Aber ein paar Golfer gehören ja auch zu meiner Leserschaft. So, keine Sorge, ich will ein bisschen erklären:

Gestern spielte ich ein Geisterturnier!

Denn ein normales PRO-AM-Turnier ist eigentlich ein etwas sehr feines, ein sehr gesuchtes Event für jeden Golfer. Dafür bezahlt man auch gerne eine entsprechende Start-Gebühr. In solchen Turnieren spielt ein PROfessioneller Golfer (Golferin) mit AMateuren (Amateurinnen), die auf solch einer Golfrunde natürlich Golfunterricht der Oberklasse bekommen können. In der Regel sind die PROs wirklich sehr aufgeschlossen, beantworten jede Frage, zeigen den einen oder anderen hilfreichen Trick, Schlag, Lesart des Grüns usw. Diese Turniere sind keine reine Spass-Angelegenheit. Wer als Amateur solch ein Turnier spielt, will lernen, lernen in angenehmer Atmosphäre, direkt vom Spezialisten, in realen Bedingungen.

Zugleich haben solche PRO-AMs aber auch Rahmenbedingungen wie kaum ein anderes Turnier: Sponsoren laufen sich üblicherweise wie Absätze flach, um bei solchen Veranstaltungen sich präsentieren zu können. Da sind Golf-Ausstatter, Sportartikel-Hersteller, örtliche Restaurants, Hotels, Autohäuser, Radio- und lokale TV-Sender, Zeitschriften,  in Mexiko natürlich auch die Tequila-Firmen und viele mehr.

Solche Sponsoren präsentieren ihre Waren während des Turniers an, z.B. als Willkommens-Geschenke, oder Snacks auf verschiedenen Fairways oder im Club Haus. Sie loben Preise aus, wie z.B. ein Auto für ein  Hole-in-One, einen Hotelaufenthalt von xTagen für den am besten platzierten Schlag zur Fahne an einem Par-3, ein Abendessen für x Personen usw.

Bei solch grossen Turnieren ist üblicherweise die Versorgung während der 18-Loch-Spielrunde derart umfassend, dass man nach Verköstigung aller Gratis-Angebote entweder nach 6 Löchern und ordentlichem Zuspruch bei den Tequila-, Bier und Cocktail-Angeboten beim Abschlag schon 2 Bälle sieht, oder  nach 10 Löchern der  Bund der Golfhose bedrohlich zwickt, oder, wie mir letztes Jahr passiert, man sooo relaxt nach einer Nacken- und Rückenmassage am 15. Loch ist, dass man den Abschlag glatt bis zum weit dahinter liegenden Parkplatz auf ein  Auto drischt. Natürlich gibt es nach der Runde nochmals ein vollgepacktes Buffet, Preisverleihung, und häufig auch noch später am Abend eine Cocktail-Party mit den PRO-Spieler/innen in einem feinen Hotel.

Gestern allerdings spielten wir ein PRO-AM der ganz anderen Art! Wir spielten mehr oder weniger ‘unter Ausschluss der Öffentlichkeit’: nicht ein einziges Reklameschild irgendeiner Firma stand irgendwo herum, nicht ein einziger Stand mit Snacks oder Getränken. Noch nicht einmal ein Käppi oder einen Golfhandschuh, oder auch nur einen einzigen Golfball bekam man als Willkommens-Geschenk. Die üblichen Eisboxen alle paar Fairways mit Softdrinks, Wasser, Bier – Fehlanzeige. Wir wurden mit einem halben Liter Wasser pro Kopf auf die Runde geschickt und freuten uns tierisch, dass nach verschwitzten zig Runden endlich das Getränke-Schoko-Müsliriegel-Salznüsschen-Fahrzeug angebraust kam und wir und etwas kaufen konnten.

Mein Team hatte wohl Spass. Wir haben  nicht gewonnen, 7 unter Par bei Scramble reichen nicht.  Es gab ohnehin nur einen Preis für das beste Team, keinen Zweiten, keinen Dritten, kein Longest – Drive. Nur ein einziges Loch gewertet für  ‘closest to the pin’.

Wen wundert es also, dass wir Buffet im Clubhouse und Preisverleihung gerne versäumt, dafür aber sofort ins Restaurant eines unserer Teamworkers gezogen sind, dort erstklassige tacos mit Meeresfrüchten, Lachs, Hühnchen und reichlich totopos mit salsa roja und salsa verde, und anderen Leckereien uns schmecken liessen, während Fabrizio, ein Spieler unseres Teams, kaum in seinem Restaurant angekommen, sich das Golfhemd vom Leib riss, seine Gattin ihm sein Real-Madrid-Fan-Teeshirt überstreifte, Don Vallartino ihm nochmals einschärfte ‘vergiss bloss nicht, dass ich Münchener bin’, woraufhin unser vierter Mitgolfer, Doc Edgar,  “Madrid” an die eine und “Bayern” an die andere Längsseite des Tisches setzte, Ehefrauen dazwischen und dann orderte Doc Edgar: schaltet die Fernseher an, die Champions-League beginnt!

Die lausige Golfrunde war vergessen.

In der Pause zur Verlängerung fand ich es aus gesundheitlichen Gründen angebracht, Don Vallartino schnell ins Auto zu verfrachten, nach Hause zu bringen, wo er bis zu Schweini’s Elfmeter das ganz  grosse Zittern hatte. Und nach Schweinis Elferbombe konnte ich unserem Real-Freund die message schicken: Viva Bayern!!!!! No llores!

Und weil  nun Schweini die Welt wieder gerade rückte, werden Don Vallartino und Vallartina trotz der mageren Zeiten auf dem Golfplatz  ab morgen bis Sonntagabend bei den Lady-PROs die Score-Karten nachrechnen und freiwillig Helfer spielen.

Aktuell: Popocatepetl

WEBCAM Popocatepetl: http://www.cenapred.unam.mx/popo/UltimaImagenVolcanI.html

oder, falls überlastet: http://www.webcamgalore.com/EN/webcam/Mexico/Popocatepetl/119.html

Popocatepetl WebCam CENAPRED/UNAM

Allein seit gestern morgen hat er über 60 mal  Asche, Geröll und glühende Partikel ausgestossen.

Lt. Robert Quass, Direktor des Cenapred (Nationales Zentrum für Katastrophen-Vorsorge) teilte mit,  im Krater des Vulkans habe sich ein Dom mit einer Masse von ca. 1 Million cbm geformt. Dieser Dom wirkt in etwa wie der Korken einer Champagner-Flasche: solange er geschlossen bleibt, entweicht weder Gas noch Blasen. Wird die Flasche jedoch „entkorkt“ könne in kürzester Zeit das Gas entweichen und es zu Auswürfen kommen. „Es gibt wohl eine gewisse Überwachung, der Ausstoss muss nicht explosiv sein, aber wir wissen, dass sich dieser Dom früher oder später durch den Druck aus dem Inneren des Vulkans  zerstören wird. Wir können nicht vorhersagen, wann oder ob eine Eruption stattfinden wird, ob sich die Vulkan-Aktivität erhöhen oder senken wird.“ So Quass. Weiter führt er aus, dass der Einzugsbereich des Vulkans sehr gross ist: „ Ziehen wir eine Kreislinie  von 100 km gerechnet vom Krater aus, so bedeutet dies, dass mehr als 24 Millionen Einwohner in der Zone betroffen wären. Diese Zahlen alarmieren und beunruhigen uns und vor allem nehmen sie uns in die Pflicht.“

Präsident Felipe Caldéron bestätigt heute, dass es noch keinen Anlass zu Evakuierungen gäbe. Allerdings wurde aus Sicherheitsgründen eine Sperrzone im Umkreis von 12 km vom Krater aus gemessen, angeordnet, der Zugang/Zufahrt in diese Zone sei eingeschränkt. Caldéron mahnt die Einwohner, Ruhe zu bewahren, die aktuellen Nachrichten zu verfolgen und Anweisungen der Behörden zu befolgen. Weiterhin betont er, dass der aktuelle Krater-Dom ca. 10 mal kleiner sei als der des Jahres 2000. Trotzdem empfiehlt auch er zu erhöhter privater Vorsorge für den Fall einer erforderlichen Evakuierung, d.h. persönliche Dokumente, tragbares Radiogerät, Taschenlampen und einen Notfallkoffer bereit zu halten.

Aktuelle Nachrichten zur Warnstufe bei:

CENAPRED http://www.cenapred.unam.mx/es/Instrumentacion/InstVolcanica/MVolcan/

Oder hier bei

Noticiero Televisa: http://noticierostelevisa.esmas.com/especiales/432075/situacion-actual-del-popocatepetl-y-rutas-evacuacion/

Über die Situation im Dezember 2000 gibt es eine Aufzeichnung der ABC-TV Berichterstattung vom Dezember 2000 bei You Tube (englisch):

http://www.youtube.com/watch?v=eZAvtPJKg8U

Las Pozas de Xilitla – Der verzauberte Garten

Es braucht wohl die Exzentrik eines britischen Mäzens, Sir Edward James, weltgewandt, mit vielen Freunden aus der Künstler-Szene, einem Hang zum Surrealismus und natürlich mit den entsprechenden Mitteln ausgestattet, um mitten im mexikanischen Nebelwald einen Zaubergarten zu erschaffen, der, auch wenn nie vollendet, seinesgleichen sucht, ein Juwel, geschaffen zum Staunen, zum Träumen:

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Und nun lade ich Euch ein, diesen Zaubergarten mittels der Bilder von Mathias Graf zu besuchen.

(Eintritt in den Zaubergarten duch Anklicken des Fotos)

 

 

Umzingelt

 

 

So, nun sind sie also alle da, die mehr als 500 Wirtschaftsexperten, Präsidenten und Ministerpräsidenten einiger Staaten und auch ein Prinz, nämlich der Haakon aus Norwegen.  Und Armeen von Sicherheitsleuten, Polizei und Militär zum Schutz derselben.

Beim  World Economic Forum (http://www.weforum.org/) in Puerto Vallarta werden sie beraten und debattieren, unser aller wirtschaftliche Zukunft in die richtigen Bahnen lenken, ganz besonders die wirtschaftlich Ausrichtung der aufstrebenden Lateinamerikanischen Staaten.

Und wenn sie ausreichend beraten, geregelt und dirigiert haben, fahren sie mit enormen Sicherheitskonvois in die schönen und schicken Hotels an der Küste Nuevo Vallartas, den Verkehrsfluss  niederbremsend, ein Heer an Security- und Body Guards auf Trab haltend. Selbstredend wird man den neuen Malecon im Gruppen besuchen, Cocktail am Zocalo, und die Anwohner der Altstadtstrassen werden wieder wie so oft in letzter Zeit, stundenweise  in einer Fussgängerzone wohnen, bedingt durch Totalsperrung der wichtigsten (und einzigen) zwei Durchgangsstrassen. Ist doch auch schön!

Sie werden Mails und Faxe um die halbe Welt schicken, unser Puerto wird direkt im Licht der  economisch-interessierten Weltöffentlichkeit stehen

und ich habe mal wieder  Internetflattern: mal gehts, mal nicht, und wenn’s geht, dann verdammt langsam !

Nichts gegen Kongresse von Herzchirurgen, Orthopäden, Tourismusveranstaltern und Wirtschaftsweisen, aber  muss man uns deswegen den virtuellen Saft abzapfen???

Nun ja, vielleicht ist auch der Empfang schlecht, denn, wie schrieb die Zeitung  El Informador gerade:

…Puerto Vallarta wachte heute auf und sah sich in einen Bunker verwandelt…