7 : 1 und danach…

Vor dem Spiel betete ich ja noch, dass Don Vallartino nicht am Rande eines Infarktes stehen würde… nach 11 Minuten schrumpfte dies, 12 Minuten später wusste ich es, 1 Minute später und wieder 1 Minute später und nochmals 1,5 Minuten später WUSSTE ich: alles klar! Keine gesundheitlichen Probleme, eher schon euphorisches Lachen – das kam dann auch prompt von den Nachbarn, inklusive  „Oye vecino…“

Also, kurz und gut: der Einzug ins Finale ist sicher. Sonst nix.

Nix! lernte auch die letzten drei Tage unser mexikanischer Elektriker. NIX!!! so schrie er, als er seinem Lehrling auftrug, das eine, das einzige Stromkabel zu finden, das die Unterwasserlampe für den Pool mit Strom versorgen sollte. NIX! sagte auch der Lehrling, nachdem er sämtliche rote, blaue, schwarze Kabel checkte: NIX!  Ich drücke alle vermeintlich verantwortlichen Schalter – solange bis der Elektriker rief ‚es stinkt‘ und schliesslich den durchgebrannten Trafo der Poollampe mir vor die Füsse warf und meinte, die tut es nicht mehr!.

O.k. – ihr könnt Euch wahrscheinlich nicht vorstellen, wieviele Kilometer ich durch die Stadt fuhr, um Ersatz zu bekommen? Pah! Ersatz leuchtet!

Und nicht nur die Ersatzlampe leuchtet, auch die neuen Venecianos (Fliessen), die im Ersatz gegen die alten im Pool ersetzt wurden, glitzern…

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Tja, nach 7:1 und einem göttlichen Abendessen beim Nobelitaliener….

also das Finale ist mir wurscht….

Und euch?

Es gab Fisch!

Beinahe jeder Hochsee-Angler wünscht sich wohl solch einen Kerl mal an Bord ziehen zu können:

Blue Marlin, 3,04 mtr lang, 180 kg schwer:

(bitte Foto zum Vergrössern anklicken)

Bild

Vallartinito brauchte gut 2 Stunden bis er diesen Prachtfisch am Boot hatte. Erst dann durften die deck hands helfen, den Fisch ins Boot zu ziehen, denn nur ohne fremde Hilfe ans Boot gezogene Fische werden bei Wettbewerben gewertet. Übrigens hatte die Mannschaft auf seinem Boot an diesem Tag noch weitere 3 Sailfische geangelt, die wurden jedoch nach dem Reglement „catch and relase“ wieder freigelassen.

Ein echter Blue Marlin ist ein enormes Fleischpaket! Der Fang wurde also an viele Leute verteilt. Bei uns gab es nur Marlin Carpaccio.

Gern werden auch Steaks geschnitten, entweder für den Grill oder die Pfanne. Allerdings hat das Marlin-Fleisch so seine Tücken, sind die Steakstücke zu dick, bleiben sie innen oft roh, sind sie zu dünn, werden sie hart und trocken. Eine gute Alternative ist jedoch, den Fisch im Bananenblatt im Ofen zu backen.

Wer Lust auf Hochseefischen/-angeln hat: hier in der Bahía der Banderas gibt es eine grosse Auswahl an Charter-Booten für’s Big Game Fishing!