7 : 1 und danach…

Vor dem Spiel betete ich ja noch, dass Don Vallartino nicht am Rande eines Infarktes stehen würde… nach 11 Minuten schrumpfte dies, 12 Minuten später wusste ich es, 1 Minute später und wieder 1 Minute später und nochmals 1,5 Minuten später WUSSTE ich: alles klar! Keine gesundheitlichen Probleme, eher schon euphorisches Lachen – das kam dann auch prompt von den Nachbarn, inklusive  „Oye vecino…“

Also, kurz und gut: der Einzug ins Finale ist sicher. Sonst nix.

Nix! lernte auch die letzten drei Tage unser mexikanischer Elektriker. NIX!!! so schrie er, als er seinem Lehrling auftrug, das eine, das einzige Stromkabel zu finden, das die Unterwasserlampe für den Pool mit Strom versorgen sollte. NIX! sagte auch der Lehrling, nachdem er sämtliche rote, blaue, schwarze Kabel checkte: NIX!  Ich drücke alle vermeintlich verantwortlichen Schalter – solange bis der Elektriker rief ‚es stinkt‘ und schliesslich den durchgebrannten Trafo der Poollampe mir vor die Füsse warf und meinte, die tut es nicht mehr!.

O.k. – ihr könnt Euch wahrscheinlich nicht vorstellen, wieviele Kilometer ich durch die Stadt fuhr, um Ersatz zu bekommen? Pah! Ersatz leuchtet!

Und nicht nur die Ersatzlampe leuchtet, auch die neuen Venecianos (Fliessen), die im Ersatz gegen die alten im Pool ersetzt wurden, glitzern…

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Tja, nach 7:1 und einem göttlichen Abendessen beim Nobelitaliener….

also das Finale ist mir wurscht….

Und euch?

Sonntag im Eimer!

Was für ein Höllensonntag!

Zwar hat Deutschland gerade den Einzug ins Viertelfinale gepackt: ich hörte 4 mal TOOOR und einmal MIST!, gesehen habe ich nichts: ich krieche nämlich um meinen Kühlschrank herum um verdammt viel Wasser aufzuwischen. Gestern noch habe ich sowohl Kühlteil als auch Gefrierteil mit Lebensmitteln vollgepackt. Nicht nur draussen herrschen gefühlte 38 Grad, auch in der Küche dampft es. Und da wirft dieses Wunderwerk amerikanischer Kühltechnik nach gerademal 2 ½ Jahren das Handtuch!

Ein Glück wenn man in Mexiko wohnt: OXXO 24/365 und überall gleich um die Ecke, hat immer grosse Plastiksäcke mit Eiswürfeln auf Lager und ist eben 24 Stunden tagtäglich geöffnet. Und Kühlboxen gibt es dort auch. Also wurden alle Lebensmittel in Kühlboxen umgepackt, mit Eiswürfeln zugeschüttet. Aber im Moment finde ich die Rippchen nicht mehr, die eigentlich in einer halben Stunden fertig frittiert sein sollten, denn dann sollen sich ja die Jungs von der TRI auch ins Viertelfinale ballern.

Wenn ich die kurzen Rippchen noch finden sollte, gibt es

Costillas Cajún (Rippchen nach Cajún Art)

Die Rippchen von Metzger in etwa 2 cm lange Stücke sägen lassen. In einer Schüssel Öl mit Cajún-Gewürz, klein gehackten Zwiebeln und Knoblauch nach Gusto sowie aufgeschlitzten Chile serano (ohne Kerne) verrühren, die Rippchen-Stücke darin marinieren und über Nacht im Kühlschrank (so er denn funktioniert!) ziehen lassen.

Fritteuse auf Höchsttemperatur vorheizen, die Rippchen abtropfen lassen, etwa 5 Minuten frittieren. Auf Küchenkrepp das Fett abtropfen lassen und mit Haushaltspapier abtupfen. In Portionsschüsselchen geben.

Dazu gibt es Salsa roja, man kann auch BBQ-Sauce oder Ketchup dazu servieren. Hier ist meine Salsa roja:

1/2 Ltr Tomate frito (rote Tomatensauce pasteurisiert), ½ rote Zwiebel, ¼ gelbe, ¼ grüne Paprikaschote, ½ Chile Poblano, ½ Stengel Staudensellerie, 2 frische Tomaten, alles grob zerkleinert. Zutaten in der Küchenmaschine pürieren, kühl ziehen lassen, etwas gehackte Petersilie oder frisches Koriandergrün drauf, fertig.

Die Rippchen werden als Fingerfood mit der Salsa roja als Dip serviert.

Ich suche jetzt nochmal 5 Kühlboxen nach den costillas durch….und heute nachmittag einen neuen Kühlschrank – nachdem Cuauh & Co gepunktet haben. Vamos!

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