La Llorona

Nacht für Nacht hörte man sie klagen, la Llorona, die Weinende Frau. An den Ufern des Texcoco-Sees irrte sie umher, „meine Kinder, meine Kinder“ rufend und klagend. Ihr weisses Totenhemd schimmerte matt im Mondlicht und als der Nebel über den See heraufzog, verschwand sie im Wasser.

Ihre reuige Seele fand keine Ruhe. Und so irrte sie weiter Nacht für Nacht um den See herum, indem sie Ihre drei  Kinder und anschliessend sich selbst ertränkt hatte.

Die Eifersucht über ihren spanischen Mann, der sie und ihre gemeinsamen drei Kinder wegen einer Spanierin verliess, trieben die indigene Llorona in den Wahnsinn.

So erzählt es nur eine der Legenden um La Llorona. In Mexiko soll es  sich bei einer Version dieser  Legende um Malinche handeln, deren Seele so für den Verrat am mexikanischen Volk bestraft wird.   In vielen Lateinamerikanischen Ländern gibt es ähnliche Erzählungen.

Das bekannteste  Lied der Llorona  wurde wohl von Chavela Vargas gesungen. Aber  niemand kann Seelenschmerz so ergreifend in einem Lied interpretieren wie die mexikanische Sängerin Lila Downs: Gänsehautfeeling, absolut sehens- und hörenswert.

Todos me dicen el negro, llorona  negro pero cariñoso

Yo soy como el chile verde, llorona

picante pero sabroso.

Ay! de mi, llorona

llorona de ayer y hoy

ayer maravilla fui, llorona

y ahora ni sombra soy

Dicen que no tengo duelo, llorona

porque no me ven llorar

Hay muertos que no hacen ruido, llorona

y es mas grande su penar

Ay! de mi, llorona

llorona de azul celeste

y aunque la vida me cueste, llorona

no dejare de quererte

 

Alle nennen mich niedrträchtig, LloronaNiederträchtig, aber doch voll Liebe

Ich bin wie der grüne Chili, Llorona,

scharf, aber würzig.

Ach ich Arme, Llorona

ich weine seit gestern bis heute

Gestern war alles wunderbar, Llorona

heue bin ich weniger als ein Schatten.

Sie sagen, ich trage keinen Schmerz, Llorona

Weil sie mich nicht weinen sehen

Aber es gibt Tote die keinen Lärm machen, Llorona

Und ihre Pein ist grösser als meine

Ach ich Arme, Llorona

Tränen in himmelblau

Und auch wenn es mich das Leben kostet, Llorona

Ich werde nicht von Dir lassen

 

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11 Kommentare zu “La Llorona

  1. Pingback: Hasta los Huesos – Bis auf die Knochen | Que Onda?

  2. Nein, das wars nicht, ich fand das total schön, auch die Musik, aber ich bin halt gelegentlich nicht so geschickt im Kommentieren, deshalb. Danke gleichfalls und GLG (Bud ist weg??)

  3. Ich habe dazu nichts kommentiert, weil mir nur Banalitäten einfielen, find ich schön und so weiter… ja, ich kommentiers jetzt aber trotzdem 😉 LG

    • Erinnye, Du must nicht! Wenn Dir zu einem Post nichts einfällt, heisst es ganz schlicht: der Post sagt Dir nichts, berührt Dich nicht, was auch immer.
      Abgesehen davon glaube ich, dass nur eine Latino- oder mexikanische oder zumindest eines von beiden angehauchte Seele diesen gesungenen Herzschmerz, der nichts, aber auch gar nichts mit Schnulze zu tun hat, sondern viel viel tiefer geht, verstehen kann. Schon gar nicht in einer übersetzten Form. Das habe ich wohl beim Einstellen nicht bedacht. Mich rührt dieses Lied in meinen Grundfesten.
      Schönes Wochenende und GLG

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