Frische Ernte: Macadamia Nüsse

oder: von der Mühsal, einen Nusskuchen zu backen.

Ein lieber Freund, Mike, schenkte mir vor Weihnachten ein Säckchen Macadamia-Nüsse. Frische Ernte aus der Sierra. Die Macadamia wachsen in einigen Gebieten Mexikos gut, z.B. rund um Puebla oder in der Gegend von Veracruz. Klar, dass ich also sofort leckere Gewürzschnitten, passend zur Weihnachtszeit, im Kopf hatte. Der Kuchen war absolut lecker! Aber! Um diese hartschaligen Kugeln zu knacken um an die Nuss zu kommen…. ich sag mal so: mit üblichen Nussknackern aussichtslos, also blieb nur der Hammer! Nach den ersten Klopfversuchen in der Küche hatte ich präzise zwei Möglichkeiten: 1. die Granitplatte zu zerdeppern und anschliessend die gesamte Küche von Nussschalen zu befreien oder 2. mich im Garten einzurichten und die kleinen Biester dort munter aufzuhämmern. I’m nuts!!!

Macadamia Nüsse aus Mexiko

Macadamia Nüsse aus Mexiko

Eine gute Menge Nüsse hatte ich schliesslich nach einer halben Stunde klopfen im Schälchen, die wurden angeröstet, teils gemahlen, teils nur grob zertrümmert und die gaben den Gewürzschnitten wirklich einen tollen Pfiff!

Nun wollte ich natürlich auch Mike nicht aussenvor lassen, er bekam auch ein Stück ab. Muss ihm wirklich sehr gut geschmeckt haben, denn was macht er? Schenkt mir nochmals einen ordentlichen Sack dieser präziösen Nüsse.

Wer hat ein leckeres Rezept für mich zur Verarbeitung von Macadamia-Nüssen? Muss nicht nur Backen sein – bin für alle Leckereien sehr aufgeschlossen!!!

 

 

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28 Kommentare zu “Frische Ernte: Macadamia Nüsse

  1. Erwischt! Das Olivenöl hatte ich unterschlagen, beim Rezept gehoerts es aber natürlich dazu. Ich habe die Hälfte von dem Öl von den getrockneten Tomaten aus dem Glas genommen und die andere Hälfte normales, nicht weiter aromatisiertes. Viel Spaß beim Ausprobieren!

  2. Ich habe zu Weihnachten ein Pesto verschenkt, was statt Pinienkernen Macadamias vorsieht.. ist super angekommen. einfach getrocknete Tomaten, Macadamias, Rosmarin, Zitronensaft und ein paar Schalotten grob zerkleinern, in Gläschen füllen und sich abfeiern lassen;-) BG Christoph

  3. Hacken, rösten und unter eine flüssige Schokomasse heben. Dann mit dem Teelöffel Portionen abstechen und trocknen lassen. Den Rest kann man bequem aus der Schüssel lecken. (Okay, danach muss man sich sicherlich das Gesicht waschen… aber es dürfte sich lohnen!)

    Ich wusste gar nicht, dass die Schale so hart ist!

    Jedenfalls dürften sie köstlich sein, so frisch wie die sind!

    Viele liebe Grüße nach Mexico 🙂

  4. Vallartina, bei dem neuen Beitrag von heute kann ich weder das Video sehen (ist normal bei Y.T.), aber ich kann auch nicht kommentieren – stelle ich mich zu blöd an? – Da hat sich also wieder jemand in dein Land verliebt? Kann ich nachempfinden.

  5. also liebe vallartina, das sind herausforderungen! 😉 zunächst habe ich nach präziös gegugelt, um meinen wortschatz zu erweitern. und was kommt als ergebnis? meinten sie vielleicht graziös??!! dann habe ich nach macadamia-nuß gegugelt und erfahren, daß es die leckerste aller nüsse sei, etwas butter-mandel-artig im geschmack und am besten als knabberei zu empfehlen. ich könnte dir vanillekipferl empfehlen, das rezept gebe ich dir auf wunsch gerne.
    liebe grüße von der weitergebildeten antje

    • Liebe Antje, wie merkt man, dass man schon sehr lange in Latein- oder dem spanischsprachigen Amerika lebte? Dann, wenn man precioso als präziös übersetzt ….
      😉
      Die Macadamia sind einfach genial (genauso wie ihr Kcal-Gehalt: 100 gr Macadamia schmeissen einem glatt mehr als 700 Kcal auf die Hüften!!!)

      Dein Rezept für Vanille-Kipferl tausche ich glattweg für mein Rezept eines „Lebkuchen gewürzes eines Auswanderes mit Mitteln aus Mittel- und Südamerika! ¿Willst Du? 🙂

      • aber claro 😉
        vanillekipferl: 200 g fett, 80 g zucker, 100g gemahlene mandeln (oder makadamianuez) 280 g GEG-weizenmehl (! kennst du noch geg-backartikel?), 1 päckchen GEG-vanillezucker, 125 puderzucker. alles gut verkneten und kleine medialunas formen, bei mittelhitze goldgelb backen. puderzucker mit vanillezucker vermengen und die hörnchen noch heiß darin wenden.
        ich bin gespannt auf dein lebkuchengewürz einer auswanderin mit mitteln 🙂 aus mittel-und sudamerica. wie beschreibst du einem mexikaner lebkuchen? 🙂
        liebe grüße

        • Danke für’s Rezept. GEG sagt mir leider gar nichts ???
          Hier die Gewürzmischung, alle Zutaten müsstet Du problemlos in Argentinien auch bekommen, ich mache immer etwas mehr davon, gemahlen in einer Kaffeemühle, evtl. durchgesiebt, wenn’s nicht so fein gemahlen wurde:
          3EL Korianderkörner
          7 Gewürznelken mit Köpfchen
          7 Kaspeln grüner Cardamom
          2 Stck. Sternanis
          ½ TL Schwarzkümmel
          ½ TL Muskatnusspulver
          Alles fein gemahlen. Zimt nach Rezept / Geschmack dazugeben.
          Das Rezept des Gewürzkuchens/-schnitten ist etwas lange. Wenn Du willst, schicke ich’s gerne per Mail.
          GLG

            • danke für das rezept. wahrscheinlich bekommt man alles in buenos aires, aber hier?! z. b. grüner cardamom, und was ist schwarzkümmel? kümmel kennt man hier gar nicht. am anfang habe ich hier nach allem (un)möglichen gesucht und es dann aufgegeben. ich lasse mir roggenkörner aus der hauptstadt mitbringen, dort im barrio chino bekommt man es! hier in der kornkammer argentiniens nicht! geg war eine firma für backzutaten, lang lang ist´s her…

              • Kardamom = Cardamomo verde / con cáscara Ich glaube, den verwendet man in Deutschland auch für die Weihnachtsbäckerei.
                Schwarzkümmel = „caraway“ = semilla de alcaravea. Du könntest auch „cominos“ oder „cumins“ (engl) verwenden, manchmal hat dieser aber einen leicht muffeligen Geruch.
                Ich stöbere hier ja liebend gerne durch die „Semillas“-Läden, eine Art Tante-Emma-Laden, allerdings vollgepackt mit allen möglichen und unmöglichen Gewürzen, Kräutern, getrockneten Pflanzen und Blüten, Mehlen usw. Eine wahre Fundgrube für mich!
                GLG und fröhliches Backen.

  6. Wer lesen kann…und die Handschrift von Grandma…also was latürnich fehlt, im Rezept, ist ein Viertel (ca. 200ml) Sahne. Jene schlägt man zunächst steiff und mischt dann den Rest (die Eier nicht getrennt und nicht gerüttelt) darunter.
    So, nun klappt das auch mit den Nachbarn.
    Hier Alles locker, seit sieben Wochen alkfreie Zeiten und es wird der Wal- und nicht die Makadamia. Nämlich die Nuss, die in den Boden kommt.

  7. Lecker,lecker und Rezept habe ich nicht, kaufe die immer beim Discounter, da muß ich auch nicht hämmern…fix und fertig gibt es die da 😀
    Am liebsten pur mit etwas Salz, leicht geröstet 😆

  8. Millionenwerte…haben ahnungslose Neu-emigranten in die leckere Nuss und einen dubiosen Herrn Neufeld in PY investiert…zu er guumbeln.
    Zum Rezept (handgeschrieben von spassis Abuela):
    HASELNUSS-BUSSERL:
    3 Eier (das Weiss trennen und steiff schlagen), 210gr Zucker und 210gr geriebene Nüsse daruntermischen und ca. 15 Minuten verrühren, auch das Eigelb dazugeben. Etwas Butter/Backpapier auf das Backblech und die „Busserl“ in kleine handtellergrosse Kugeln formen. Ein lecker Nüsslein als Deko obenauf. Herd vorheizen und ca. 20 – 25 Minuten backen auf mittlerer Schiene. Evtl mit Puderzucker…hmmmm…bestäuben.
    Man kann auch Ringe oder Hlbringe aus dem Teig formen.
    Jedenfalls besser als Kohle in Paraguay-Projekte zu verbrennen.
    Achja, zur Unterhaltung empfehle ich „Cloud Atlas“
    Grüsse aus Argielandia

    • Hallo Spassi! Wie’s scheint bist Du gut durch die Zeit gekommen – so long no hear!
      Muchas gracías y un abrazo a la abuelita, die Oma-Rezepte sind ja meist die besten!
      Der Herr Neufeld dürfte ja noch seine Strafe absitzen, die Idee war ja wohl dreiviertelschlau, die Investoren eher weniger! Was ist aus Deiner Nusspflanzung geworden, hast die Bäume aus der Kolonie in PY ausgegraben oder was?
      Den Cloud Atlas brauchen sich die Geschädigten verlumtich nicht reinziehen, sie hatten das ja schon, más o menos…
      Servus, mach’s gut!!!

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