Fajitas!

Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des mexikanischen Speiseplanes, kein Wunder, sie schmecken wirklich lecker in jeder Version. Fajitas sind keinesfalls Fastfood, selbst wenn sie schnell in der Zubereitung sind. Ob Rindfleisch, Hühnchen, Schweinefleisch oder Shrimps als Hauptprotein verwendet wird, die Gemüsebeigaben sind im wesentlichen gleich, werden aber nach Vorliebe der jeweiligen Familie etwas abgeändert.

Fajitas Zutaten

Normalerweise wird für Rindfleisch-Fajitas „arrachera“ (Kronfleisch) verwendet, wir haben sie aber kürzlich aus Filet gemacht. Eine gute Menge an roten Zwiebeln, Paprikaschoten in verschiedenen Farben, Knoblauch und natürlich Chili. Isabel, eine liebe Freundin der Familie, schnippelte und hackte und liess es kräftig in Gusspfannen bruzeln. Ihr Tipp übrigens zu den verwendeten Chilis: auf 1 kg Fleisch 3 grüne und 3 rote Jalapeña Chilischoten, alle komplett von Kernen und den inneren weissen Stegen befreit, ergibt den typischen Chiligeschmack aber ohne die brennende Schärfe, die man sogar beim Schneiden der kleinen Biester an den Fingern spürt. Wer keine Einweghandschuhe beim Chilischnippeln tragen will, dem rät sie, die Hand/Finger welche die Chilis beim Schneiden halten, vorher mit etwas Salatöl einzureiben. Es hilft. (Aber gleich danach die Hände gründlich waschen).

Auf 1 kg streifig geschnittenes Rindfleisch kommen ca.: 2 rote Zwiebeln, je 1 grosse rote, grüne und gelbe Paprikaschote, alles in Streifen geschnitten, Knoblauch nach Geschmack, Koriandergrün nach Geschmack, Salz und Pfeffer. Tequila.

Fajitas flambiert  Das Fleisch in einer sehr heissen Pfanne (am besten Gusspfanne oder Steakpfanne) schnell rundum anbraten, die Gemüsestreifen drauf, kurz durchschmoren, würzen. Guten (reposada) Tequila vorwärmen, anzünden und die Fajitas flambieren.

Die Tortillas, welche ja als „Verpackung“ für die Fajitas dienen, schmecken am besten, wenn sie kurz in einer heissen Pfanne (ohne Öl oder Fettzugabe) erwärmt werden.

Keine Fajitas ohne Salsa! Pico de Gallo gehört dazu. Sehr einfach gemacht, am besten schon wenige Stunden vorher zubereitet: Tomaten häuten, Kerngehäuse entfernt, in kleine Würfel schneiden, ebenso die gleiche Menge einer geschälten Salatgurke und einer Zwiebel,  reichlich frischen Limettensaft und gehacktes Koriandergrün dazu, mischen und ziehen lassen.

Koriandergrün ist für mich ein widersprüchliches Kraut: ich mag es sehr gerne im Pico de Gallo, auch salsa mexicana genannt. Ich hasse es allerdings, wenn es erwärmt wurde, der Geschmack ändert sich m.Ea. radikal von frisch würzig zu ranzig bis Dieseltreibstoff! Deshalb lasse ich Koriandergrün bei Fajitas weg.

Eine frische Guacamole dazu und diverse Würzsossen die jeder selbst nach Geschmack noch auf die Fajitas tröpfeln kann: Fertig! Buen provecho!

Isabel en mi cocina

 

 

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25 Kommentare zu “Fajitas!

  1. Pingback: Entweder, dies ist mein allerletzter Blogeintrag, oder… | Que Onda?

  2. Mhmmm . . . das hört sich wirklich lecker an. Danke für den Tipp mit den Chilischoten. Ich habe damit auch schon böse Erfahrungen gemacht.

  3. Hallo, ich habe zuletzt zum Weihnachtsmenu Chilischoten mit bloßen Händen geschnitten. Auweia, es war schrecklicher als ich jemals gedacht hätte. Aber danke für die Tips. Dein Beitrag macht Appetit, alles mal nachzukochen. Grüße Leo

  4. Her damit!! Aber sicher muffeln sie, bis sie hier sind was? Mmmh, dann doch selber machen. Die Tortillas kauft ihr aber auch fertig und macht sie nicht selbst?

    Hungrige Grüße!

  5. ich liebe koriander, wusste aber garnicht das der geschmack sich aendert beim erwaermen , habe es aber auch noch nie erwaermt bekommen, danke fuer den tip.bin zwar jetzt ein veggie aber kann mich gut erinnern an die fajitas, ist fuer mich eine schoene mex art der zubereitung von fleischstreifen, wird in vielen laendern auch gemacht aber eben anders(schweiz ,arabien).

    • Bist Du nun komplett Veggie oder geht noch Fisch? Ansonsten anstatt Fleisch/Fisch das Protein mit gebratenem Tofu ersetzen, ordentlich pico de gallo drauf und ab geht die Post! Mahlzeit!

    • Hoffe, Dir geht es gut auf der Insel, Leonie! Falls Du demnächst mal auf Tapas essen gehst, sei so lieb, denk an mich – es müsste z.Zt. frische Datteln geben, gefüllt mit einer Mandel, umwickelt mit Speck und flott scharf gebraten…. hach! 🙂

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