Mike und Uli on Tour

Seit Mitte Januar sind die beiden Biker unterwegs, gestartet in Guadalajara mit dem Ziel Panama City. Mittlerweile sind die beiden zu dritt, Ulis Frau ist seit Panama City dabei.

Panama City by Uli and Mike

Abgelegene Orte und Grossstädte, Vulkane, Dschungelgebiete, Seen, Pazifikstrände lagen auf ihrer Route, manchmal lagen sie selbst mitsamt des Motorrads im Strassengraben…

Zur Zeit sind sie unterwegs durch Nicaragua Richtung Honduras.

Viele interessante Fotos und die entsprechenden Reiseberichte gibt es auf Mike’s Blog: http://toeflimike.files.wordpress.com

Viel Spass beim Lesen!

 

 

 

 

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Verschollen?

Ich geb’s ja unumwunden zu: meine Zeit für’s Bloggen ist in letzter Zeit ziemlich begrenzt. Nicht, dass jetzt jemand glaubt, ich wäre faul, aber nein, gar nicht. Ich hab nur einfach zuviel um die Ohren. Mittlerweile bekomme ich schon „Anstupser“ bis besorgte Nachfragen, Dank und Nachsicht, liebe Freunde des Vallartina-Getippes!

Ich bin also nicht verschollen, und ich gelobe eifriges Bloggen, sobald ich mehr Luft habe!

Verschollen oder zumindest kommunikationslos sind jedoch seit einigen Tagen der Töfli-Mike und sein Biker-Kumpel Uli: Die beiden machten sich vor zwei Wochen mit ihren Motorrädern auf den langen Weg von Puerto Vallarta, Mexiko nach Panama. Für diesen extra-langen und sicher ereignisreichen Trip habe ich mit Mike ein eigenes Blog eingerichtet:

http://toeflimike.wordpress.com/

Reise- und abenteuerlustige Leser sowie Bike-Freaks darf ich zum Lesen auf dieses Blog einladen. Die beiden schicken, sofern sie Internet-Anschluss unterwegs haben, ihre neuesten Fotos und Berichte, ich baue dies ins Blog ein.

Habt eine schöne Zeit, bleibt mir in der Zwischenzeit gewogen und sonnige Grüsse aus Puerto Vallarta

PV Panorama Marina by Elsa María Guadarrama

Mex2Pan – Oaxaca, Puerto Escondido

Die ersten Etappen der beiden Biker, Mike und Uli, auf ihrer Tour nach Panama sind geschafft, erste Pannen überstanden.

Toefli-Mike

Uli wurde offiziell zum Pressesprecher ernannt, hier sein Bericht:

Raus aus Oaxaca, aus Kurvenrausch wird Kurvenorgie, die Carreterra 131 führt uns hinunter zum Pazifik nach Puerto Escondido.

M131

Nach dem Erreichen der Berge, die uns wieder bis über zweitausend Meter hinauf bringen, gibt es auf zweihundert Kilometern keine hundert Meter die geradeaus führen.

Spätstückchen in den Bergen…

Spätstück

Griffiger Asphalt, auch gerne mal durchmischt mit ordentlichen Schlaglöchern, lässt keine Langeweile aufkommen.

Die Gegend ist Klasse! Mike hat mittlerweile jegliche, fahrerische Harley-Angewohnheit abgelegt und dreht munter am Kabel.

in den Bergen

Wasserfall

Am frühen Nachmittag erreichen wir das Beachhotel Ines, ein Bier mit Helga und Don Pedro und ab zu unseren super Gästezimmern in Helgas Hütte.

bei Ines

Am Abend auf die Piste, Basislager 2 hat begonnen.

Basiscamp 2 mit Helga und Don Pedro

Samstag 18.01.2014

Prinzipiell Ruhetag,

Plantschi

al mar

aber schon am frühen Nachmittag tauchen weitere Bekannten und Freunde auf, danach zu Don Pedros Ranch,

Don Pedros Ranch

Don Gockel

eigentlich Alles friedlich, aber…

im rancho

das Ganze geht feucht-fröhlich in Abend und Nacht…

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6400 km Harley-Davidson-Ride durch Zentral- und Süd-Mexiko Teil 3

Wir waren also gut und bislang ohne jegliche Probleme, von unserem abgefahrenen Hinterreifen mal abgesehen,  in bester Stimmung in Puerto Morelos    an  der Riviera Maya

angekommen.

Bei unseren Freunden Norma und Chuck wurden wir bestens versorgt und wir verbrachten schöne Tage mit  Tauchen, Schnorcheln und Fischen.

Und ab nun begann eigentlich schon wieder die Rückreise, aber auch hierfür hatten wir uns ein paar attraktive Stationen ausgesucht.

Auf der Autopista ging es am 16. Mai bis Chichén Itzá ,

in gemütlicher Fahrt auf einer sehr gut ausgebauten Strecke. Aber dann: die Landstrasse nach Mérida bescherte uns reichlichst die in ganz Mexiko üblichen  „topes“ , diese  Strassen-Schweller die immer völlig unverhofft und manchmal richtig hinterfotzig auf der Strecke auftauchen! Also: slow down, amigo! Gleich am Ortseingang fanden wir die Hacienda Teya, die das für Yucatán typische Pibil  aus  Schweinefleisch servierten, vorher noch eine Suppe mit Lima, eine Zitrusart. Das musste erstmal kurz sacken, kleine Siesta und dann ging’s ins Stadtzentrum. Nahe beim Zocalo, dem Hauptplatz der Stadt, fanden wir das Hotel Balam. Gute, sehr zentrale Lage. Klar mussten wir nach einer Siesta ein bisschen durch die schöne, hübsch gestaltete Altstadt laufen und fanden uns abends am Zocalo wieder. Gemütlich bei einem Bierchen schauten wir einer  Volkstanz-Gruppe zu. Keiner von diesen Tänzern war wahrscheinlich unter 65, aber mit ihrer Aufführung zu live-Musik hielten sie die Zuschauer rund 2 Stunden auf den Stühlen und vor ihren Tequilas! Die waren echte Klasse!

Campeche   stand als nächstes auf dem Programm.

Wunderbare Strecke am Golf von Mexico entlang, dieses Blau der Karibik, die tropische Umgebung, einfach herrlich.

Campeche ist von einer Stadtmauer umgeben,  wir wollten natürlich gleich ins Zentrum. Campeche ist allemal eine Reise wert, wunderbar erhaltene, gepflegte Häuser, sauber, der Charme einer echten Kolonialstadt. Wirklich sehenswert. Und in San Francisco de Campeche, wie die Stadt richtig heisst, hat man sich noch einiges an Traditionen  der spanischen Kolonialzeit bewahrt:  In einer Cantina  bestellten wir uns ein Bierchen und wie in Andalucia, Spanien, üblich, wird man mit kleinen Tapas zu den Getränken verwöhnt. Gruss vom Haus, kostenlos! Also nach ein paar Coronitas mit den dazu servierten tapas hatten wir einen Spaziergang nötig und haben die alten Stadtmaueranlagen besichtigt. Die Altstadt Campeches lockte uns abends wieder zum Bummeln und schliesslich fielen wir hundemüde ins Bett.

Am nächsten Morgen weiter bei strahlendem Wetter am Golf entlang nach Paraiso Tabasco. Nun, haken wir es als Zwischenstopp ohne weitere Erwähnung ab, es ist ein Industrie-Ort, da müssen eigentlich nur Geschäftsreisende hin.

Aber unsere nächste Station führte uns in die Stadt der Hexer und Heiler, den brujos, sabadores und curanderos und der Schamanen: Catemaco.

Es muss schon ein wirklich magischer Ort sein, denn Catemaco, am gleichnamigen Vulkansee gelegen, ist praktisch ein Hexer-Zentrum, hier her kommen sogar Politiker, Film- und TV-Stars und allerlei Promis um sich mystisch beraten oder auch von Krankheiten heilen zu lassen.

Die Fahrtstrecke war bequem, gute Verhältnisse, und unser erstes Ziel waren nicht die Hexenmeister, sondern der Vulkansee. Dort gab’s eines der besten Ceviche,   die ich je gegessen habe, Togolo ceviche aus rohen Seemuscheln nur mit Zitrone, Zwiebeln und Tomatenstücken angemacht, göttlich.

Weniger göttlich, dass es auf den Speisekarten noch „chango“ gibt, also Affenfleisch. Zum Glück wird es nicht mehr serviert, sondern das Gericht mit geräuchertem Schweinefleisch zubereitet, weil die Äffchen dort schon beinahe ausgerottet wurden!

Wir nehmen uns etwas Zeit und machen am nächsten Morgen eine Bootsfahrt über den See. Meine Irma wollte unbedingt zu einem brujo (Hexer)! Eigentlich sollte der Preis für die Bootsfahrt auch den Besuch bei einem brujo beinhalten, aber Irma musste dem guten Mann nochmals 250 Pesos hinlegen, um zu erfahren, dass sie im Moment nicht sehr ausgeruht aussähe, aber ab sofort wieder topfit!!!! sein würde. Naja, wenn’s denn hilft!

Weiter auf der Rundfahrt zur Affeninsel, der Isla Tanaxpilo. Auf dieser Insel hausen nicht die landestypischen Araña-Affen, sondern eine Gattung aus Asien. Alle Tiere wohlgenährt, sind sie doch ein Projekt der Uni Veracruz die die Integration dieser Gattung untersucht. Scheint bestens zu funktionieren, den Affen gefällt es offensichtlich super, haben sie doch alle 6 Monate Babies!

Gegen Mittag am 20. Mai wird die Harley wieder angelassen:

Veracruz 

wartet in 200 Kilometern Distanz. Aber was für 200 Kilometer! In Catemaco starteten wir noch bei angenehmen Temperaturen, es geht bergab auf Meereshöhe in eine Gluthitze!  45 Grad im Schatten, da hilft kein Fahrtwind mehr! Der Teerbelag der Strasse scheint zu kochen! 4 Stunden brauchten wir für diesen Abschnitt, wir mussten immer wieder Schatten für eine kleine Pause suchen und literweise Wasser in uns reinschütten! Endlich, am späten Nachmittag erreichten wir das Zentrum von Veracruz, direkt am Hafen. So schnell haben wir noch nie in einem Hotel eingecheckt, Klamotten vom Leib gezerrt, in die Badehose gesprungen und uns kopfüber in den Pool geschmissen! Ein paar Stunden später waren wir wieder gesellschaftsfähig und haben uns in das Freitagabend-Gedrängele gestürzt.

Wer in Veracruz ist, muss einen Abstecher ins Café Parróquia   machen, ganz klar! Das Parróquia ist weltberühmt. Der Kaffee kommt in konzentrierter Form, beinahe ein Extrakt, die Ober giessen dies nach Wunsch mit heisser Milch oder Wasser auf. Unglaublich gut! Die besondere Atmosphäre lockt seit Generationen Besucher an, so um die 400 Besucher stündlich !!!! schätzt man.

Nicht nur das Parróquia, auch die anderen Strassenkaffees und Kneipen mit Tischen im Freien sind brechend voll.  An jeder Ecke, in fast jeder Kneipe Life-Bands, Musik allerorten. Wir wanderten weiter auf einen Absacker in eine kleine Strassenkneipe, gönnten uns noch ein, zwei Drinks und wollten mit der nötigen Bettschwere gerade zurück ins Hotel als ein Grüppchen Harley-Fahrer aus Mexico City auf uns zu geschlendert kam, schon sassen wir mit ihnen wieder am Tisch und redeten weitere zwei Stunden lang über deren und unsere Tour, Biker-Ratsch eben.

Am nächsten Morgen brauchten wir nochmals den kräftigen Kaffee im Parróquia um wirklich wach zu werden! Etwas später als geplant brachen wir nach Puebla auf.

Die Fahrt über den Pico de Orizaba hoch, in die Berge,  ist optisch  Klasse, aber der Strassenzustand! Wir konnten uns nur auf der linken Strassenseite halten, der Schwer-LkW-Verkehr hat die Strasse in einen schlimmen Zustand versetzt. Der Pico ist über 5600 Meter hoch, es wird kühl, wir packten unsere Jacken aus.

Kurz vor Puebla massive Bewölkung, wir fürchteten schon, in einen Wolkenbruch zu kommen, hatten aber Glück, der Wolkenbruch war schon vorbei, die Strassen weitgehend wieder abgetrocknet und wir konnten problemlos „trockenen Reifens“ ins Zentrum fahren.

Fortsetzung im letzten, dem 4. Teil hier.

Teil 1 dieses Reiseberichts: hier

Teil 2 hier

Unsere bisherige Strecke: (die blauen Punkte auf der Karte zeigen übrigens Google-Street-View Punkte)

Streckenabschnitte der Reiseberichte 1, 2 und 3

Noch ein paar Impressionen unserer Reise:

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