Guten Morgen!

Golfing El Tigre at sun rise

Herrlicher Morgen, gute Laune, guter Start ins Wochenende!

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Eine Runde Golf: Punta de Mita, Bahía Course

Punta de Mita: eine wunderschöne Halbinsel zwischen dem Nordende der Bucht Bahía de Banderas und dem Pazifischen Ozean. Ein perfekter Ort für erholungssuchende Luxus-Touristen. Die Hotels Four Seasons und St. Regis bieten wirklich allen Komfort. Luxoriöse Ferienvillen, teils an einem der beiden Golfplätze, teils direkt an der Bucht gelegen, werden nicht selten von VIPs der A-Klasse für ihre Ferien angemietet. Und natürlich gibt es die Superdeluxe-Villen, etwas mehr versteckt und meist an der Pazifikküste gelegen, deren Eigentümer zu den beautiful rich people dieses Planeten gehören.

Über den Pacific Course in Punta de Mita habe ich schon mal berichtet  >click

Hier nun meine Spielerfahrung auf dem Bahía Course, den ich kürzlich gespielt habe:

Eines vorweg: Dieser Golfplatz  fordert! Ein erster Blick in den Birdie-Maker lässt bereits die Ahnung aufkommen, dass man hier mit „drauflosballern“ nicht bequem über die Runde kommen wird.

Die freundliche Anregung der Caddies, vor Spielbeginn zuerst einige Übungsputts auf dem neben dem 1. Abschlag angelegten Übungsgrün zu absolvieren, lässt ebenfalls einiges erahnen: die Grüns sind höllenschnell – und sie haben sogut wie keine ebenen Flächen!

(Bilder zum Vergrössern bitte anklicken)

PdM H.2 + 3Spätestens beim Blick vom 2. Lochabschlag auf den davorliegenden  Par 5 Fairway muss man sich Gedanken über Strategie machen: dieser Fairway ist schlimmer als eine Achterbahn!  Hügel, Kuppen, abhängende, rollende Rasenflächen, hinterhältig lauernde Bunker! Da klappt das nicht mit Ballprügeln und hoffen, er rollt schon noch,  meine Freunde der kleinen weissen Kugel! Plazieren ist angesagt, es gilt das einzig mögliche Fleckchen Gras zu finden, von dem der Ball nicht ins Nirwana rollt!

Gut, ist man dann endlich ohne grössere Umwege auf dem Grün, wird man zunächst mit einem tollen Ausblick belohnt: die Banderas Bay in voller Pracht! Diese Motivation braucht man aber, denn beim Blick auf dieses (und die meisten anderen) Grün, fängt der Putter zu zucken, die Hände zu schwitzen und die Knie zu wackeln an: wellig, hängend, gegenläufige Berg- und Tallandschaft, da kannst Du das Gras lesen wie Du willst, Du weisst nur eines:  „boah!“

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Insgesamt zählte ich nur 5 Wasserhindernisse, der Platz ist reichlich mit Bunkern bewehrt.

Die Schwierigkeiten des Kurses liegen wie schon erwähnt, in den welligen, rollenden, abhängenden Fairways und nicht zuletzt in den Grüns. Präzision ist angesagt, wohldurchdachte Annäherungsschläge, Chips und Pitches sind unbedingt nötig um sich  keine massiven Herausforderungen beim Putten  einzuhandeln. Und trotzdem benötigt man beim Putten viel Erfahrung, denn das schnelle Gras und die sehr strukturierten Grüns erfordern perfektes Lesen des Grüns plus die richtige Einschätzung der erforderlichen Ballgeschwindigkeit plus Präzision in der Ausführung des Putts. Sonst hat man schnell mal mehr Putts als Schläge pro Loch auf der Karte!

Loch 15:

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Loch 15 komplett, im Birdie-Maker:

PdM Bahía h. 15

Aber man kann ja noch darauf hoffen, wenigstens auf den Par3 Bahnen zu punkten, aber auch die warten mit kleinen aber entscheidenen „Gemeinheiten“ auf!

Loch 17 im Birdie-Maker:

PdM Bahía h.17

und nochmals im Original:

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Alles in allem: ein bestens gepflegter Golfplatz, sehr freundliches Personal. Der Platz ist äusserst anspruchvoll und verlangt strategisches Spiel. Empfang, Pro-Shop, Driving-Range, Restaurant, Clubhouse, selbst die Sanitäranlagen auf der Anlage, sind beispielhaft!

Ich habe den Platz genossen und werde zurückkommen!

See you again, PdMita!

See you again, PdMita!

Noch ein paar Fotos:

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Mehr Informationen auf der Homepage: http://www.puntamita.com/jack-nicklaus-golf/

und über Punta de Mita, Hotels, Golf etc: http://www.puntamita.com/

Golf PRO-AM-Turnier, oder: Wie Schweini die Welt wieder in Ordnung brachte!

Die letzten Tage bin ich mal wieder sehr mit Golf beschäftigt. Was Wunder, schliesslich musste ich Trainingsrückstand nachholen, interessante Turniere stehen an.

Allen voran, natürlich ein PRO-AM-Turnier auf meinem Lieblingsplatz  in Nuevo Vallarta: die hoffnungsvollsten Nachwuchsgolferinnen aus ganz Amerika (Nord, Mittel, Süd) sowie Europa und Asien geben uns hier die Ehre, sie spielen auf der Qualifying Tour um die nötigen Siege/Punkte/Preisgelder für den Einzug in  die ganz grosse Liga, die Ladies PGA zu verbuchen. Ab morgen wird es ernst für 142 junge Frauen aus knapp 30 Ländern, der Cut will erspielt werden um im Finale am Sonntag möglichst bestens zu scoren.

Ja, ich weiss, das ist jetzt wieder etwas Fachchinesisch für viele meiner Blogbesucher/innen. Aber ein paar Golfer gehören ja auch zu meiner Leserschaft. So, keine Sorge, ich will ein bisschen erklären:

Gestern spielte ich ein Geisterturnier!

Denn ein normales PRO-AM-Turnier ist eigentlich ein etwas sehr feines, ein sehr gesuchtes Event für jeden Golfer. Dafür bezahlt man auch gerne eine entsprechende Start-Gebühr. In solchen Turnieren spielt ein PROfessioneller Golfer (Golferin) mit AMateuren (Amateurinnen), die auf solch einer Golfrunde natürlich Golfunterricht der Oberklasse bekommen können. In der Regel sind die PROs wirklich sehr aufgeschlossen, beantworten jede Frage, zeigen den einen oder anderen hilfreichen Trick, Schlag, Lesart des Grüns usw. Diese Turniere sind keine reine Spass-Angelegenheit. Wer als Amateur solch ein Turnier spielt, will lernen, lernen in angenehmer Atmosphäre, direkt vom Spezialisten, in realen Bedingungen.

Zugleich haben solche PRO-AMs aber auch Rahmenbedingungen wie kaum ein anderes Turnier: Sponsoren laufen sich üblicherweise wie Absätze flach, um bei solchen Veranstaltungen sich präsentieren zu können. Da sind Golf-Ausstatter, Sportartikel-Hersteller, örtliche Restaurants, Hotels, Autohäuser, Radio- und lokale TV-Sender, Zeitschriften,  in Mexiko natürlich auch die Tequila-Firmen und viele mehr.

Solche Sponsoren präsentieren ihre Waren während des Turniers an, z.B. als Willkommens-Geschenke, oder Snacks auf verschiedenen Fairways oder im Club Haus. Sie loben Preise aus, wie z.B. ein Auto für ein  Hole-in-One, einen Hotelaufenthalt von xTagen für den am besten platzierten Schlag zur Fahne an einem Par-3, ein Abendessen für x Personen usw.

Bei solch grossen Turnieren ist üblicherweise die Versorgung während der 18-Loch-Spielrunde derart umfassend, dass man nach Verköstigung aller Gratis-Angebote entweder nach 6 Löchern und ordentlichem Zuspruch bei den Tequila-, Bier und Cocktail-Angeboten beim Abschlag schon 2 Bälle sieht, oder  nach 10 Löchern der  Bund der Golfhose bedrohlich zwickt, oder, wie mir letztes Jahr passiert, man sooo relaxt nach einer Nacken- und Rückenmassage am 15. Loch ist, dass man den Abschlag glatt bis zum weit dahinter liegenden Parkplatz auf ein  Auto drischt. Natürlich gibt es nach der Runde nochmals ein vollgepacktes Buffet, Preisverleihung, und häufig auch noch später am Abend eine Cocktail-Party mit den PRO-Spieler/innen in einem feinen Hotel.

Gestern allerdings spielten wir ein PRO-AM der ganz anderen Art! Wir spielten mehr oder weniger ‚unter Ausschluss der Öffentlichkeit‘: nicht ein einziges Reklameschild irgendeiner Firma stand irgendwo herum, nicht ein einziger Stand mit Snacks oder Getränken. Noch nicht einmal ein Käppi oder einen Golfhandschuh, oder auch nur einen einzigen Golfball bekam man als Willkommens-Geschenk. Die üblichen Eisboxen alle paar Fairways mit Softdrinks, Wasser, Bier – Fehlanzeige. Wir wurden mit einem halben Liter Wasser pro Kopf auf die Runde geschickt und freuten uns tierisch, dass nach verschwitzten zig Runden endlich das Getränke-Schoko-Müsliriegel-Salznüsschen-Fahrzeug angebraust kam und wir und etwas kaufen konnten.

Mein Team hatte wohl Spass. Wir haben  nicht gewonnen, 7 unter Par bei Scramble reichen nicht.  Es gab ohnehin nur einen Preis für das beste Team, keinen Zweiten, keinen Dritten, kein Longest – Drive. Nur ein einziges Loch gewertet für  ‚closest to the pin‘.

Wen wundert es also, dass wir Buffet im Clubhouse und Preisverleihung gerne versäumt, dafür aber sofort ins Restaurant eines unserer Teamworkers gezogen sind, dort erstklassige tacos mit Meeresfrüchten, Lachs, Hühnchen und reichlich totopos mit salsa roja und salsa verde, und anderen Leckereien uns schmecken liessen, während Fabrizio, ein Spieler unseres Teams, kaum in seinem Restaurant angekommen, sich das Golfhemd vom Leib riss, seine Gattin ihm sein Real-Madrid-Fan-Teeshirt überstreifte, Don Vallartino ihm nochmals einschärfte ‚vergiss bloss nicht, dass ich Münchener bin‘, woraufhin unser vierter Mitgolfer, Doc Edgar,  „Madrid“ an die eine und „Bayern“ an die andere Längsseite des Tisches setzte, Ehefrauen dazwischen und dann orderte Doc Edgar: schaltet die Fernseher an, die Champions-League beginnt!

Die lausige Golfrunde war vergessen.

In der Pause zur Verlängerung fand ich es aus gesundheitlichen Gründen angebracht, Don Vallartino schnell ins Auto zu verfrachten, nach Hause zu bringen, wo er bis zu Schweini’s Elfmeter das ganz  grosse Zittern hatte. Und nach Schweinis Elferbombe konnte ich unserem Real-Freund die message schicken: Viva Bayern!!!!! No llores!

Und weil  nun Schweini die Welt wieder gerade rückte, werden Don Vallartino und Vallartina trotz der mageren Zeiten auf dem Golfplatz  ab morgen bis Sonntagabend bei den Lady-PROs die Score-Karten nachrechnen und freiwillig Helfer spielen.

Vorweihnachtlicher Lagebericht

Meine lieben Freunde der Jalapeña! Ich gestehe lieber gleich vorneweg: am Chilli-Cilli-Cookout konnte ich nicht teilnehmen. Nicht, dass  Ihr glaubt, ich hätte auch nur irgendeine Angst vor Schärfe, qué va! Nöö! Ganz und gar nicht! Kommen wir auf den Punkt. 2  Tage  vor dem  Härtetest wg. Chilli-Cook-OutSpektakel erhielt ich die Einladung zu einem Super-Turnier im El Tigre Golf and Country Club in Nuevo Vallarta. Final-Runde eines grossen mexikanischen Golfturniers, welches sich über das ganze Jahr hinweg in vielen Bundesländern Mexikos hinweg zieht. Als Geladene Gäste konnten Don Vallartino und ich zwar nicht um den Turniersieg, trotzdem um die Sonderprämien spielen.

Vector Golf Torneo El Tigre Golf

Und so spielten wir munter drauf los, auch bei der Challenge an einem der Par 3: ein Cadillac Coupé für ein Hole-in-one gab’s da zu gewinnen. Don Vallartino  gewann zwar dieses Loch, aber nur als Nearest to the Pin.  EinskommazwoMeter fehlten um genau diesen  Cadillac Coupé als Siegprämie nach Hause zu fahren:

In der ganzen Bucht starteten, wie in ganz Mexiko, die Pilgerzüge zu Ehren von María Guadalupe. Wie jedes Jahr werden allabendlich wichtige Durchgangsstrassen im Puerto für den Verkehr gesperrt, an jeder Ecke stehen Tische mit Essen und Getränken für die Pilger. Wie jedes Jahr bilden sich allabendlich enorme Staus und so mancher  Autofahrer flucht reichlich unchristlich

Peregrinos PV

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Iglesia María Guadalupe

Peregrinos in Puerto Vallarta

Puerto Vallarta feiert heute seinen 160. Geburtstag.  Hat die Stadtverwaltung diesen Termin verschlafen? Keine extra Feiern zu diesem Anlass! Aber vielleicht warf der Kämmerer auch nur einen weiteren besorgten Blick in die Haushaltskasse und entschied, dass der heutige Abschluss der Pilgerzüge mit Messe bis Mitternacht und grossem Feuerwerk auch für den Stadt-Geburtstag herhalten kann.

Willst Du Bürgermeister oder Gouverneur werden, musst du reiten können!

Cabalgada de la Bahía

Der Landkreis Bahía de Banderas feierte  seinen 22. Geburtstag.  Alle Prominenz kam hoch zu Pferd, Charrería-Outfit war Pflicht! Kaum zu glauben, was hier in dieser schönen Gegend aus Schwemmland entstanden ist: Hervorragende Hotels, Freizeitanlagen, Villen-Viertel, Golfplätze.

 

 

Aufrüsten für  die Posadas!

Ab dem 16. bis zum 24. Dezember wird der Geldbeutel vieler Haushalte wieder arg strapaziert werden, wenn vor der Haustür erschallt „En el nombre del cielo…“ Die traditionellen Posadas stellen die Herbergssuche von Maria und Josef nach, ihre Suche nach einer Unterkunft. 9 Tage dauern diese Feiern, je 1 Tag für jeden Monat der Schwangerschaft Marias. Ganze Familien oder Gruppen ziehen als „arme Herbergssuchende“ zum Haus von Bekannten oder Nachbarn, Kerzen in der Hand singen sie „Im Namen des Himmels, wir bitten um Unterkunft, denn sie kann nicht mehr gehen, meine liebe Frau, seid nicht unmenschlich, gewährt uns Gnade, damit der König des Himmels Euch belohne…..“

Und natürlich wird „Unterkunft“ in Form von Bewirtung gewährt. Und die kann bescheiden aber herzlich, doch auch von feinsten Party-Service der Stadt für ein paar Tausend Euros ausstaffiert worden sein.

Früh gerüstet erspart Stress, so dachte ich mir und hängte schon mal probehalber meine Piñata in der Verandah auf. Schliesslich gibt es ja Pre-Posadas und Post-Posadas auch…ganz inoffiziell, natürlich!

mi piñata by Vallartina

Golf ist gesund!!!

Irgend jemand hat einmal behauptet, dass beim Lachen mehr als 80 Muskeln trainiert werden. Beim Golfspiel nicht weniger*

Beides zusammen ist also besser als jede Fitnessbude.

 

 

*wer’s nicht glaubt, guckt hier

Und Emily: KEEP ‚em STRAIGHT!!!!