Ein Blick hinter die Fassade

Fährt man durch kleinere Städte und Ortschaften in Mexiko, trifft man immer wieder die typischen Strassenfronten mit kleinen, bunten, aneinander gereihten Wohnhäusern:

bunte Fassaden kleiner Häuser by Vallartina

Klein, fast geduckt sehen sie aus, diese Häuser, die man eigentlich schon als Häuschen bezeichnen möchte, meist in zuckerbunten Farben gestrichen, kaum jemals ein Vorgarten zu finden, die Fenster zur Strasse hin klein, häufig vergittert oder mit Klappläden verschlossen.

Aber was ist hinter diesen Fassaden? Kleine, enge, dunkle Zimmer? Meist nicht, vielmehr bietet sich dem Besucher solcher Häuser eine ganz besondere Überraschung: ein begrünter Innenhof, Arkaden, zum Innenhof hin offene Räume, Licht und natürlich viel Farbe, die den Wohnräumen eine behagliche Atmosphäre verleiht.

In der Stadt Mérida, Yucatan, z.B., reihen sich solche Häuser strassenweise aneinander, viele so alt und teils verfallen, dass sie kaum noch bewohnbar gemacht werden können, so möchte man meinen. Aber in Mérida haben sich einige Architekten und Baufirmen auf die Restauration und Renovierung genau solcher alten Häuser spezialisiert und ich möchte sagen, eine Kunst daraus gemacht. Die Stadt verlangt zwar, dass die Strassenfassaden nicht verändert werden dürfen, ja selbst die Fassadenfarben werden vorgeschrieben, genauso wie das regelmässige Anstreichen der Fassaden, um das Stadtbild im alten Ortskern zu bewahren, aber hinter den Fassaden „zaubern“ Architekten, Designer und Bauherren aus alten, entkernten Gebäuden so manches High-End Wohnhaus.

Genug der Worte, hier kommen Bilder eines Beispiel-Objektes in Mérida:

Frontansicht Casa the Sacred Tree - cortesy MexInternational

Frontansicht Casa the Sacred Tree – cortesy MexInternational

Und so sieht es hinter der Fassade aus:

Casa the Sacred Tree, Mérida -Innenhof,  by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Innenhof, by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Salon,  by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Salon, by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Bad,  by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Bad, by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Küche,  by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Küche, by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Garten mit Pool,  by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Garten mit Pool, by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Dachterrasse,  by Mexico International

Casa the Sacred Tree, Mérida -Dachterrasse, by Mexico International

Wäre das Klima in Mérida nicht noch heisser und schwüler als hier in meiner Ecke, ich würde glatt umziehen!

Übrigens: ich bin keine Immo-Maklerin, habe auch keinerlei Verbindung zur Firma Mexico Intl., oder den Besitzern dieses hier gezeigten Hauses.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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34 Kommentare zu “Ein Blick hinter die Fassade

  1. Oh man, das sind wirklich Schätze. Wunderschön.
    Tja, wenn ich das nötige Kleingled hätte, würde ich schon.
    Aber: Arbeit, Arbeit, Arbeit….

  2. Solche bunten Häuser finde ich sehr hübsch, gerade im Süden leuchten die Farben so richtig. Ein Nachbar von meinen Eltern hat ein weinrotes Haus mit weißen Fenstern, im Ort steht noch ein fliederfarbenes Haus. Einfach mal etwas anderes.

    • Ist doch viel besser als dieses ewig „gedeckte“ Weiss, nicht? Aber in vielen Ländern – allen voran good old Germany – diktiert ja die Regulierungswut! Da kommt keine Kreativität auf, vor allem nicht bei kleinem Geldbeutel. GLG

      • Ich habe irgendwann irgendwo einmal gelesen, dass es in Südkalifornien Ärger mit den Einwanderern gab, weil die einheimische Bevölkerung per Stadtverortnung weiße Häuser durchsetze – denen wurde es buchstäblich zu bunt.

        Aber du hast schon Recht, Deutschland ist echt sch***, jeder, der kann, geht aus dem Freiluftgefängnis weg. Ich werde nie verstehen, wie man sich hier freiwillig aufhalten kann.

        • „Freiwillig“ wird leider meist durch den Beruf diktiert…. Ich jedenfalls möchte nicht mehr in dieses überregulierte und überkontrollierte Land zurück. Wann wanderst Du aus? 😉

          • Wenn meine Eltern tot sind, vorher habe ich finanzell keine Chancen. Aber dann wirklich sofort.

            Wobei es auch einen gewissen Charme hat, immer monatsweise in einem Land zu bleiben, die Nachbarin meiner Eltern überwindert immer 5-6 Monate in Neu Seeland.

            • Das finde ich gar nicht schlecht. Viele Leute aus USA/CAN und Europa kommen in den Wintermonaten nach Vallarta, ich kannte es auch aus Spanien usw. Einige mieten, einige besitzen Condominiums oder Häuser.

              • Der Reiz besteht darin, dass man die Chance hat, verschiedene Gegenden kennenzulernen. Nach 3,4 Monaten dürfte man z.B. in Schottland alles gesehen haben.

                Am besten wäre ganz weg und dann kombinieren.

          • Ich jedenfalls möchte nicht mehr in dieses überregulierte und überkontrollierte Land zurück.
            ____

            Das schlimme ist die EU: Glühbirnen wurden verboten, Staubsauger ab einer bestimmten KW-Zahl folgen bals und dann Parfüme. Nach der geplanten Verordnung darf nicht einmal mehr Chanel Nr. 5 in der EU verkauft werden, weil – Trommelwirbel – 3% (!) der Menschen darauf allergisch reagieren.

            Dazu kommen Parteien wie die Grünen, die schon feuchte Hände bei dem Gedanken bekommen, was man alles verbieten kann.

            DDR 2.0

  3. es gibt schoene innenhoefe in den alten stadtkernen mit viel platz, man sicherlich in den damaligen zeiten dortgut gelebt hat. ich staune das man jetzt wieder anfaengt diese innen hoefe zu beleben, denn ist nicht billig diese erneuerung. nur leise zweifel ueberkommen mich,beim faktor sicherheit, als gebranntes kind aus puebla,

    • Einige wenige gibt es in PV-Southside. Allerdings wäre eine derartige Renovierung hier extrem teuer. Das oben vorstellte Haus in Mérida steht für US-D 239.000 zum Verkauf! Ich bin immer noch nicht dahinter gekommen, wie die das dort machen! Hier würde man für dieses Haus wahrscheinlich eine Million hinblättern müssen!

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