Hasta los Huesos – Bis auf die Knochen

 

Halloween steht vor der Tür, das Abseitige in uns will alle erschrecken! Ein kleines, jedoch ausgezeichnetes mexikanisches Filmchen aus dem Genre der Knetanimation erzählt die Geschichte eines Mannes, der versehentlich lebendig begraben wurde und sich verschreckt  in einer Cantina  der Unterwelt wiederfindet. Und natürlich darf hier eine Catrina nicht fehlen, die ihm glatt den Kopf verdreht. Mit dem Lied „La Llorona“ bezaubert sie ihn,  eine makabre Bühnenshow, Tanz  und reichlich Getränke nehmen ihm schliesslich den Schrecken über seinen eigenen Tod…

 

 

 

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16 Kommentare zu “Hasta los Huesos – Bis auf die Knochen

  1. Ich interpretiere den FIlm etwas anders:
    Der Mann ist tot, keine Frage, lebendig begraben wurde er nicht.

    Nach altem Glauben hat aber ein Toter drei Tage um in das Totenreich zu wandern. Der Wurm, der sich in sein Fleisch bohrt, symbolisiert den Verfall des Fleisches, seiner sterblichen Hülle. Derselbe Wurm kann aber dem Jungen auf dem Dreirad nichts anhaben, im Gegenteil er wird vom jungen Leben als Spielzeug misshandelt, und am Ende zerquetscht.

    Die weisse Blume, einzige Reminiszens an sein irdisches Leben wird von der Llorona am Ende als weitere Blume an ihrem Hut enden, sein Bild auf der Fotografie verschwindet auch. Der Mann ist am Ende seiner Wanderung angekommen. Der Wurm, der noch kurz zuvor eine Errektion simulierte und von dem Mann in der Flasche gefangen wurde, um den Verfall seines Fleisches aufzuhalten, kann nun sein Werk vollenden, ihn vom Fleisch zu befreien. Er selbst schwemmt ihn mit dem Inhalt der Flasche hinunter.

    Er ist angekommen, und bestellt sich, geschickt nach dem Abspann platziert, sein Bierchen an der Theke und trinkt es genüsslich in einem Zug aus. Und man ist geneigt su sagen: Er hat es sich verdient.

    • Herzlich willkommen auf meinen Seiten Eric und besonderen Dank für diese ausführliche Interpretation dieses Filmes! Da liegt viel Insider-Wissen in Deiner Antwort! Wohnst Du in Mexiko?
      Beste Grüsse!

  2. Pingback: Día de los Muertos ( ❧ 306) | Germanys next Kabinettsküche

    • Vielen Dank für’s Rebloggen! Finde ich ja so was von stark, dass Du den mexikanischen Humor, selbst wenn er manchmal etwas schwarz erscheint, so gut aufnimmst.
      Beste Grüsse!

  3. Ich glaube, in Österreich kann man immer noch testamentarisch den sogenannten Todesstoß verfügen: Ein Chirurg durchbohrt nach Feststellen des klinischen Todes das Herz mit einem speziellen Dolch, um ein etwaiges Lebendig-begraben-werden zu vermeiden. 😉

  4. Leider habe ich jetzt grade mal die hälfte des Filmes gucken können. Heute abend wenn ich nach Hause komme, gucke ich in Ruhe fertig. Ich fnde, das ist richtig toll gemacht und teilweise echt witzig. LG Gabi

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