Schweres Erdbeben in Guerrero /Oaxaca

Vor wenigen Minuten ereignete sich ein Erdbeben mit angebenen 7,9 Grad Richterscala.

Details:  USGS

Selbst hier, in der Bahía de Banderas waren die Auswirkungen zu spüren: in unserem Pool war schlagartig „Wellengang“, das Wasser schwappte heftig über die Überlaufrinne.

Im Moment steht zu hoffen, dass keine grösseren Schäden entstanden sind.

Update:

13 Nachbeben unterschiedlicher Stärke bis kurz vor Mitternacht lassen die Menschen in Oaxaca, Guerrero und im Nachbarland Chiapas nicht zur Ruhe kommen. Es war das stärkste Beben seit September 1985.

Siehe hierzu: Beben 1985

und mein Bericht über die Los Topos

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22 Kommentare zu “Schweres Erdbeben in Guerrero /Oaxaca

  1. Ich war gerade 10 Minuten im Museo Soumaya, es war ein bisschen wie in einer Hängematte, da aber nebenan gerade zwei große Hochhäuser gebaut werden, dachte ich im ersten Moment, das hätte damit zu tun. Dann erreichte mich aber einer besorgter Anruf, von jemandem, der gerade aus einem Taco-Laden gesprungen war: „Herzlichen Glückwunsch, das war Dein erstes in Mexico!“

    Ich habe die ganze Evakuierung sehr diszipliniert und ruhig erlebt. An anderen Stellen war es wohl anders und auch heute hat es ja schon wieder ein wenig geschwankt. Habe einige Menschen getroffen, die noch oder zunehmend unruhig sind.

    Diese unterschiedlichen geologischen Gegebenheiten gibt es auch hier in MexCity, die Häuser, die auf ehemaligem Seeboden stehen sind mehr gefährdet. Aber dieses Mal hat es offensichtlich in der Condesa mehr gerumpelt als sonst, das macht die Menschen unruhig …?

    • Seit dem verheerenden Beben 1985, das um die 10000 Menschenleben gefordert hat, hat man sich hier intensiver mit der Problematik befasst. Regelmässige „simulacros“ helfen, die Menschen auf solche Katastrohen besser vorzubereiten, vor allem aber die bewusste Architektur konnte bei neueren Bauten grössere Schäden verhindern helfen. Die armen Leute, deren Häuser in Oaxaca, Guerrero und Chiapas zerstört wurden, haben allerdings gar keine Möglichkeiten, ihre Häuser strukturell zu verbessern oder gar neu zu bauen. Hoffe, die Regierung legt ein Hilfsprogramm auf, damit sie bis zur nächsten Regenzeit wenigstens wieder ein Dach über dem Kopf haben.
      Gruss nach MexCity!

  2. Ich habe die Nachrichten verfolgt und sofort an Dich gedacht !!
    Es ist ein Wunder , dass keine Menschenleben zu beklagen sind .
    ( in Anbetracht der verbogenen Bahnschienen und Risse in den Brücken etc )

    • Ja, Du hast schon recht. Im ersten Moment dachte ich auch, dass dieses schwere Beben verheerend sein würde. Wenigstens haben wir keine Toten zu beklagen. Bis zur Stunde gab es 27 mittlere bis schwere Nachbeben. Hoffen wir, dass sich die Erde bald beruhigt.
      Gruss auf die Insel!

    • Jeder hier weiss, dass man in einem Beben-Gebiet wohnt. Regelmässig werden Evakuierungen geprobt, in Schulen, Behörden, selbst im Supermarkt. In Chiapas z.B. begann eine Simulierung nur wenige Minuten vor dem Beben. Humorige Kommentare einiger Teilnehmer: „bestes „simulacro“ von allen!“ Ja, so sind sie eben, die Mexis – kaum aus der Ruhe zu bringen!
      LG

  3. Ich habe auch in den Nachrichten davon gehört und musst gleich an Dich denken. Obwohl nur virtuell bekannt, denkt man gleich an die Menschen die dort leben.
    So ein Erdbeben muss doch schrecklich sein, auch wenn „nichts“ weiter passierte. Ich meine damit das es keine Opfer zu beklagen gibt.

    Vor ein paar Monaten war in Kathmandu auch ein Erdbeben, kurioserweise hatte ich einige Minuten nachdem es passierte bei meinem Freund angerufen.
    Der mir gleich ganz aufgeregt sagte was passiert war. Alle waren geschockt, er selbst war gerade auf dem Balkon und sah wie die Häuser um ihn herum…..“tanzten“, so drückte er sich aus.
    Einfach schrecklich so was…..
    S

    • Es ist in jeden Falle schrecklich, ein Beben direkt zu erleben. In meiner Region, der Bahía, merkten z.B. die Menschen in Puerto-Vallarta Stadt, die auf felsigem Untergrund steht, rein gar nichts vom Beben. Etwas nördlich der Stadt, im Centrum der Bahía, besteht der Boden aus Sand, das Gebiet war in früheren Zeiten reines Schwemmland, ein grosses Flussdelta mit Sand und Geröll. Heutzutage ist dieses Delta grösstenteils überbaut, die Häuser stehen auf sandigem Boden. Und in diesem Gebiet, in dem auch mein Haus steht, hatten wir alle das Gefühl, dass das komplette Gelände „schwimmt“. Es war ein kurzes Gleiten in Süd-Nordrichtung, welches die Wasser in den Pools in Bewegung setzte, und durch die entstehenden kleinen Wellen schwappte das Wasser über den Rand der „infinity“ Pools.
      Insgesamt sind wir alle froh, dass dieses schwere Beben, das stärkste seit 1985, keine Menschenleben gefordert hat. Im Süden des Landes, nahe dem Epizentrum, haben durch den Einsturz ihrer Häuser hunderte Familien ihr Heim verloren.

  4. Habs grad in den Nachrichten gelesen. Zum Glück gibt es keine menschlichen Opfer zu beklagen. Ich könnte mich nie daran gewöhnen, in so einer Gegend zu wohnen. Ich wäre da jedes Mal vor Angst wie gelähmt

    • Bisher war meine Region von schweren Beben verschont. Was wir hier in der Bahía mitbekommen haben, waren die Ausläufer des Bebens, dessen Epizentrum ca.900 km von uns entfernt war.

    • Was man in den Nachrichten sieht, haben die Menschen sehr diszipliniert auf die Evakuierungsanordnungen reagiert, es gab keine Panik, natürlich aber sitzt der Schreck tief. Hoffen wir, dass die Nachbeben aufhören.
      LG

    • Es gab noch 8 weitere Nachbeben. Im Süden, Guerrero/Oaxaca sind mehrere hundert (man spricht von 800) Häuser eingestürzt. Eine Brücke ist über einen durchfahrenden Bus zusammengebrochen, zum Glück keine Verletzten, keine Toten.
      Hier ist alles o.k.

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