Die Kokosnuss macht’s

Vier, fünf Wochen vor Weihnachten findet die Kokosnuss besondere Beachtung. Plätzchen backen steht an, Kokosraspeln werden verarbeitet. Ich mochte die Kokosmakronen früher auch. Genau so lange, bis ich das erste Mal eine Kopra-Plantage gesehen, nein gerochen habe. Schlagartig war Schluss mit meiner Vorliebe für Schokoriegel mit Kokosflocken und ebenso mit den Kokosmakronen!

Nun, klimabedingt hatte ich die letzten 20 Jahre irgendwie immer Kokospalmen um mich herum, auch in meinem Garten. Kokosnüsse,  die dickes, öliges Fruchtfleisch produzieren,  liefern ausgezeichnete Kokos-Chips für einen Kokos-Apfel-Zimt-Blechkuchen auf Hefeteig Basis. Man kann sie natürlich auch schlicht knuspern. Ich hatte auch Trinkkokosnüsse. Sie sind grösser als die kopra-liefernden Nüsse, allerdings haben sie kaum Fruchtfleisch, welches noch dazu kaum Geschmack hat, aber dafür liefern sie auf den tropischen Inseln vor  Afrika schon mal gerne einen knappen Liter Kokoswasser. Gut gekühlt und frisch aus der Nuss getrunken, die Füsse im Korallenstrand steckend,  ist dies eine ausgezeichnete Erfrischung. Aber ich habe auch gelernt, dass das Kokoswasser eine  mineralstoffhaltige und sterile Flüssigkeit ist, um z.B. Schürfwunden auszuwaschen. Oder dass sich die Bauarbeiter z.B. nachdem sie Zement angerührt hatten, sich komplett damit wuschen: es reinigt die Poren, verhindert Allergien und macht die Haare schön. Man kann aber auch das Wasser der Trinkkokosnuss zum Reinigen von Holzmöbeln verwenden, die geleerte Nuss dafür mit Rum und einer  Zimtstange,  zwei, drei Gewürznelken, einer Kardamom-Kaspel füllen, mit Folie verschliessen, drei Wochen in die Sonne stellen und dann schmeisst man eine Party mit einem Liter Alkohol und alle sind hackedicht: Rhum parfumé!

Aber eigentlich wollte ich Euch ja nur zeigen, wie diese irre Frucht sich so entwickelt. Hier lang auf die Fotos klicken,  bitte:

Advertisements

26 Kommentare zu “Die Kokosnuss macht’s

  1. Der ganz starke Kontrast zum Chili! Gestern habe ich auf dem Weihnachtsmarkt um die Ecke kandierte Kokosnuss probiert. Aber… ehrlich? Die muß ich nicht haben. Erinnerst du dich noch an die Geschichte, in der ich meine Kokosnuss auf meiner Terrasse zum Bersten brachte? Anders geht es ja leider nicht *g Aber so schmeckt das Fruchtfleisch noch am besten. Es sei denn, ein dunkelhäutiger knackiger Bursche schlägt sie auf *hüstel*

    Liebe Grüße zum Wochenanfang, Emily

  2. Hallo Tina,
    sehr interesanter Bericht und wie ich sehe geht es Dir auch ganz gut.
    Das scharffffffe Essen vom vorhergehenden Bericht, scheint Dir nichts ausgemacht zu haben, oder? Ich hoffe Du berichtest auch darüber noch einmal?.
    bis dahin viele Liebe Grüße nach Mexiko
    Pegasus

  3. Das ist ein toller und interessanter Artikel, liebe Vallartina! Bisher kannte ich nur Sonnenöl mit Kokosnuss, aber dass man sich damit auch den Zementstaub abwaschen kann…..staun*. Ansonsten bin ich nicht so sehr der Kokosnuss-Fan, z.B. esse ich statt Kokosmakronen lieber Vanillekipferl. In einem mexicanischen Restaurant in Köln habe ich einmal Hähnchen mit Kokos gegessen, das war einerseits ziemlich lecker, andererseits aber doch gewöhnungsbedürftig.
    LG von Rosie

    • Danke Rosie, für’s Kompliment. Kokosgeschmack kann, soll aber nicht zu intensiv in den Gerichten vorschmecken. Die Dosierung macht’s! Übrigens ist dieses Kokoswasser, also die Flüssigkeit so wie sie aus der Frucht kommt auch ein gutes Gesichtsreinigungsmittel. Kokosmilch ist das Produkt aus fein geraspeltem Kokosfleisch das in wenig Wasser gestampft wird, damit die Öle aus dem Fruchtfleisch herausgeholt werden, und dann abgeseiht. Mal abgesehen vom Kochen, Hilft die Kokosmilch bei Sonnenbrand.
      (Ach was bin ich heute wieder schlau!) 😉

  4. Als mein Bruder und ich Kinder waren, haben meine Eltern manchmal eine richtige Kokosnuss im Delikatessengeschäft erstanden und „ausgeschlachtet“ – das ist jedesmal ein Höchstgenuss gewesen!… Mittlerweile habe ich es allerdings – mal abgesehen von der Zubereitung meines heißgeliebten Roten Thai-Currys – gar nimmer so mit den Kokosnüssen…
    ♥liche Grüße!

  5. Das sind sehr interessante Tips und damit kann man auch so richtig schön besoffen werden 😀 Ohhhhh, das lieber nicht, hab heute schon ohne Alkohol einen dicken Kopf.
    Aber trinken am Korallenstrand, das würde ich gerne einmal.

    GLG Marianne 🙂

    • Nicht die Kokos-Palmen oder -Nüsse riechen, sondern das Kopra: das Fruchtfleisch der halbierten Kokosnüsse, wenn sie in der prallen Sonne oder auf einer Darre rösten, dazu sehen sie auch nicht sonderlich schön aus.
      LG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s