María Sabina – Curandera, Schamanin (1896 – 1985)

Anfang der 1930er Jahre berichtete der Anthropologe Robert J. Weitlaner von einer Zeremonie des „heiligen Pilzes“ bei den Mazatec Indianern/Indigenen in Oaxaca, Mexiko. Im Jahre 1938 schilderten seine Tochter Irmgard und ihr Ehemann Jean Bassett Johnson sowie weitere Personen Details eines Pilz-Rituals in dem kleinen Ort Huautla de Jímenez, Oaxaca. Johnson berichtete als der „erste weisse Mann“ über dieses Pilz-Ritual obwohl anzunehmen ist, weder er noch seine Begleiter hätten an der Zeremonie teilgenommen und auch keine Pilze zu sich genommen.

María Sabina kurierte bereits zu dieser Zeit Kranke in ‚Veladas‘ und Schamanen-Riten und Zeremonien im abgelegenen Huautla ohne zu ahnen, dass sie Jahre später eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Halluzinogene spielen sollte.

Etwa zur gleichen Zeit experimentierte man in den Basler Labors eines Pharmakonzerns mit Lysergsäurediäthylamid (LSD), ein Chemiker machte Selbstversuche und stellte  eine enorme berauschende Wirkung fest, es „sei wie ein Dämon, der meinen Willen besiegte“, schildert er seine Erfahrung.

Knapp 10 Jahre später bietet der Konzern die Droge Wissenschaftlern  zur Erprobung  bei analytischer Psychotherapie und für experimentelle Untersuchungen an. Die  Wirkung des LSD fand in den frühen 1950er Jahren auch das Interesse der CIA in geheimen  Forschungsprogrammen über Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle.

1955, als Pharmakonzerne nach psychedelischen Wirkstoffen suchten und LSD erstmals synthetisch hergestellt worden war, reist der Bankier und Pilzfreund Gordon Wasson nach Mexiko, um den Zauberpilz teo-nanacatl  (Gott-Pilz, heiliges Fleisch) zu finden. Bei den Mazatec  wird er der erste Weisse sein, der am nächtlichen Ritual des „sacred mushroom“ teilnehmen darf.

María Sabina, Curandera

Unter Anleitung der Schamanin  María Sabina nahmen Wasson und sein Begleiter Allan Richardson an einer teonanacatl-Zeremonie teil:  jeder ass sechs Paar der Mazatecorum Pilze (teo-nanacatl). Die Effekte stellte sich schnell ein: sie berichteten später von Visionen geometrischer Muster, von architektonischen Bildern, Palästen, die sie gesehen hätten.

Zwei Jahre später veröffentlichte Wasson seine Erfahrungen im Life Magazin in dem Artikel „Seeking the Magic Mushroom“. Jedoch, niemand will ihm glauben, dass dieser Pilz derartige Halluzinationen auslöst, dass es überhaupt halluzinogene Pilze gibt.  Er lässt schliesslich den Pilz untersuchen, man findet den Wirkstoff Psilocybin. (Rechtshinweis:  Da der Pilz ‚Mexikanischer Kahlkopf‘ sehr hohe Mengen der nach dem Betäubungsmittelgesetz indizierten Inhaltsstoffe Psilocybin und Psilocin enthält, ist das Sammeln, der Besitz und das In-Verkehr-Bringen in Deutschland strafrechtlich untersagt.)

„Ich sprach zu Gott, mit dem ich mich jedes Mal mehr vertraut und dem ich mich jedesmal näher fühlte. Ich empfand, daß alles, was mich umgab, Gott war.“S. 46 in Alvaro Estrada, „Maria Sabina – Botin der heiligen Pilze“, (c) Trikont, München, 1980, ISBN 3881670610, ISBN-13: 978-3881670616; (c) mexikanische Ausgabe: siglo veintiuno editores, 1977

María Sabina aus dem Dorf Huautla de Jímenez in Oaxaca war wohl die bekannteste mexikanische Curandera und Schamanin. Es ist nicht bekannt, von wem sie ihr Wissen über die Heilkräfte bestimmter Pflanzen, Kräuter und Pilze vermittelt bekam welches sie zur Schamanin der Mazatec Indianer machte. Gesichert ist jedoch, dass u.a. der teo-nanacatl Pilz schon vor  ca. 2000 Jahren bei den Azteken bekannt war. Auch die Maya verwendeten Pilze zur Herstellung von Rauschmitteln für ihre religiösen Zeremonien und Riten. Bei den Huichol haben Pilze besonderen Status, man betrachtet sie als die ersten aller Früchte.

María Sabina im entlegenen Huautla wusste nichts von Pharma-Konzernen und Versuchen, Halluzinogene in grösserem Umfange synthetisch herstellen zu zu können. Die Natur sorgte für ihre benötigte Medizin. Sie erzählte:

„Als ich 8 Jahre alt war, erkrankte der Bruder meiner Mutter sehr schwer. Die Schamanen der Sierra versuchten ihn mit Kräutern zu heilen, aber sie konnten nichts für ihn tun. Da fiel mir wieder ein, was die teo-nanacatl (Götter-Pilze) zu mir gesagt haben: ich soll gehen und sie suchen wenn ich Hilfe brauche. So ging ich also um den heiligen Pilz zu holen, ich brachte ihn in die Hütte meines Onkels, der im Sterben lag. Ich ass sie vor meinem Onkel, der im Sterben lag. Und sofort brachten mich die teo-nanacatl in ihre Welt und ich fragte sie, was mein Onkel habe und was ich tun könne um ihn zu retten. Sie sagten mir, ein böser Geist ist in das Blut meines Onkels eingedrungen und um dieses zu heilen müsste ich ihm Kräuter geben, nicht die Kräuter, die die Curanderos ihm gegeben hatten, andere. Ich fragte sie, wo ich diese Kräuter finde würde und sie brachten mich zu einem Platz auf dem Berg wo hohe Bäume wuchsen und die Wasser eines Quellbaches flossen und sie zeigten mir das Kraut und dass ich es aus der Erde ziehen musste und sie zeigten mir den Weg den ich nehmen musste um sie zu finden [nachdem María wieder bei Bewusstsein war] es war der gleiche Platz, den ich während der Reise gesehen hatte, und es waren die gleichen Kräuter. Ich nahm sie, ich brachte sie nachhause, ich kochte sie in Waser und ich gab sie meinem Onkel. Wenige Tage später war der Bruder meiner Mutter geheilt.“

Jahrelang kamen die Kranken zu ihrer mit Lehm verputzten, einfachen, strohgedeckten Hütte, sie verabreichte ihre selbst hergestellte Medizin, sie besang und  beschwor die guten Geister die bösen auszutreiben,  in ‚veladas‘, einer Nachtwache als Heil-Behandlung,  bei der sowohl der Kranke als auch die Schamanin bestimmte Pilze in einem Ritual  zu sich nehmen, soll sie viele Kranke geheilt haben.

Die Pilz-Zeremonie ist eine Séance, die sich über die ganze Nacht hinzieht. Die stundenlangen Gesänge des Schamanen spielen dabei eine zentrale Rolle. Während der Gesänge tanzt der Schamane, schlägt häufig in die Hände oder auf die Schenkel, die Pilze, von den Mazatec auch Nti-si-tho genannt, werden verzehrt. Nti-si-tho bedeutet, so ein Mazatec-Indianer,  “der kleine Pilz der aus sich selbst kommt, niemand weiss wann, wie der Wind, der kommt und niemand weiss wann oder warum“. María Sabina nannte die teo-nanacatl auch „heilige Kinder“.

Ein Gesang María Sabinas wurde aufgezeichnet und übersetzt:

Frau die donnert bin ich, Frau die ertönt bin ich,

Spinnenfrau bin ich, Kolibrifrau bin ich

Adlerfrau bin ich, wichtige Adlerfrau bin ich

Wirbelnde Frau des Wirbelsturms bin ich, Frau eines heiligen, verzauberten Platzes bin ich,

Frau der Sternschnuppe bin ich

María erklärt weiter:

Es gibt eine Welt jenseits der unsrigen, eine Welt,  die weit weg ist, doch nah, und unsichtbar. Und das ist, wo Gott lebt, wo die Toten leben, die Geister und die Heiligen, eine Welt in der alles bereits passiert ist und alles bekannt ist. Diese Welt spricht. Sie hat ihre eigene Sprache. Ich gebe nur wieder, was sie sagt. Der heilige Pilz nimmt mich an der Hand und bringt mich in die Welt wo alles Wissen ist. Es sind sie, die heiligen Pilze, die so sprechen, dass ich es verstehen kann. Ich frage sie und sie antworten mir. Wenn ich von der Reise die ich mit ihnen gemacht habe, zurückkomme, erzähle ich was sie mir sagten und was sie mir zeigten.

María Sabina war nicht nur Schamanin der Mazatec und ihrem Volksglauben verbunden. Sie war auch gläubige Katholikin. Für sie lag kein Widerspruch im Einsammeln des teo-nanacatl bei Vollmond und der Altar-Opferung am nächsten Morgen in der Kirche um den heiligen Segen für die Pilze zu erhalten um dann in der folgenden Nacht die Pilze in einer Velada zu verwenden. Selbst der Bischof von Huautla wollte sie nicht als Häretikerin verurteilen.

die junge María Sabina

Als Gordon Wasson und seine Begleiter 1955 bei ihr eintrafen, wusste sie, dass diese Männer nicht krank waren und um Heilung bitten wollten, sie kamen aus Neugierde, Wissbegier und auch nicht, wie Bischof Estrada formulierte, „um Gott zu finden“.

Gordon Wasson, erzählte nach seinem Besuch im Jahre 1955, Maria Sabina habe Visionen der “kleinen Heiligen”, dass ‘Etwas’ kommen würde und die Tradition nach 500 Jahren Geheimhaltung unter der Spanischen Herrschaft in die Welt tragen würde. Als Konsequenz der Weitergabe der Geheimnisse der „kleinen Heiligen“ wurde Marías Sohn ermordert, ihr Haus bis auf die Grundmauern nieder gebrannt.

Warum aber gab María ihr Wissen, das nur Schamanen ihres Volkes vorbehalten war, an die Ausländer weiter?

Nie zuvor hatte ein Mazatec öffentlich oder mit Fremden über die teo-nanacatl und die damit verbundenen Rituale gesprochen. Dies geheime Wissen war die Basis der Wirksamkeit ihrer Rituale, ihrer Zeremonien.

Wasson war durch einen Freund Marias, Cayetano, vorgestellt worden als ein Mann, der von weit gereist sei um „Wissen“ zu erfahren. Er begegnete ihr mit angemessenem Respekt und beachtete alle Regeln im Zusammenhang mit den geheiligten Mazatec-Ritualen. Maria erlaubte Wasson die Teilnahme an einer Zeremonie und sogar Wassons Fotograf dabei Aufnahmen in Bild und Ton zu machen.

Nach Wassons Veröffentlichungen über María Sabina und die „sacred mushrooms“ kamen viele weitere Wissenschaftler, Ärzte, Journalisten, Chemiker nach Huautla zu María. Die ersten Besucher baten um Heilung, Aufklärung, begegneten ihr mit Respekt. Es folgten junge Leute, wie sie erzählte. Ausländer, die ihr z.B. einen Hund als Bezahlung für ihre Pilze anboten, doch sie hatte gar nicht genug Mittel um das Tier zu füttern.

In den 1960er Jahren pilgerten junge Leute aus USA, Kanada, Europa nach Huautla. Sie wollten nur die Pilze, keine Rituale, keine Zeremonien entsprechend der Tradition. María Sabina wurde  über die Grenzen hinaus bekannt, María aber litt darunter, war erschüttert in den Grundwerten ihres Glaubens, ihrer Überzeugung.

Einige Bewohner Huautlas begannen, den hunderten von  „Pilgern“ teo-nanacatl-Pilze zu verkaufen. Es kam zu schweren Zwischenfällen durch Missbrauch. Im Drogenrausch randalierende Fremde brachten den Ort in Aufruhr, die Polizei musste einschreiten. Die Lage eskalierte so weit, dass ein grösseres Polizeiaufgebot stationiert werden musste und die Verwendung der Pilze verboten wurde. María wurde mehrmals verhaftet, ihr Haus niedergebrannt. Gegen Ende der 1970er Jahre, nachdem tausende „Pilz-Junkies“ nach Huautla gepilgert waren, und nachdem das Verkaufsverbot der Pilze durchgesetzt war, beruhigte sich die Lage.

María jedoch fühlte die Kraft des Pilzes schwinden. Sie sah, dass mit den zahlreichen Fremden die zu ihr kamen, die Pilze ihre Bedeutung verloren.

Später sagte sie:

„Vor Wasson fühlte ich, dass die „heiligen Kinder“ mich hochhoben. Ich fühle das nicht mehr. Die Kraft ist verschwunden. Hätte Cayetano nicht die Fremden her gebracht, die „heiligen Kinder“ würden noch ihre Kräfte haben. In dem Moment, als die Fremden im Dorf ankamen, verloren die „heiligen Kinder“ ihre Reinheit. Sie verloren ihre Kraft. Die Fremden verdarben sie. Von nun an sind sie nicht mehr gut. Es gibt dafür kein Heilmittel. Die Kraft des Sakraments hat sich in den Wolken verloren“.

María Sabina wurde 91 Jahre alt, arm und krank starb sie am 22. November 1985.

María Sabina

Weitere Quellen:

Seltene Filmaufnahmen von María Sabina: http://www.youtube.com/watch?v=PdFItO795hs&feature=related

http://huautlaoaxaca.wordpress.com/

http://www.entheology.org/edoto/anmviewer.asp?a=125&z=4

http://www.erowid.org/plants/mushrooms/mushrooms_article6.shtml

31 Kommentare zu “María Sabina – Curandera, Schamanin (1896 – 1985)

  1. Es gibt vieles, was wir nicht erklären können. Aber müssen wir das? Vieles läßt sich nicht berechnen, auswerten, analysieren und auch das ist bei weitem nicht immer erforderlich. Aber wir sind in der Lage, alles zu zerstören, was seinen eigenen Zauber hat. Und dann kann man schließlich auch noch Geld verdienen!
    Ein sehr schöner Beitrag!

    Viele liebe Grüße!!

  2. Glaube versetzt Berge. Und nur weil es bestimmte Drogen nicht in der Apotheke zu kaufen gibt sind sie deshalb nicht genauso therapeutisch einzusetzen. Ich selbst habe ja eine Erfahrung gemacht, die mein Weltbild gravierend verändert hat, das Ergebnis sehe ich täglich und mit einer Freude die ihresgleichen sucht. Wer nachlesen möchte was sich das vor 12 Jahren zugetragen hat kann dies unter http://mexgeschichten.wordpress.com/2010/05/20/maraakame-mein-personlicher-erlebnisbericht/ tun.

  3. Dessen bin ich ganz sicher, dass es „neben“ unserer Welt der Wahrnehmung noch eine ganz andere ist. Und dass es vielleicht sogar „unsere Welt“ ist, die vor allem auf Täuschungen und falschen Wahrnehmungen fusst…
    Dein sehr interessanter Bericht zeigt wieder einmal sehr deutlich, dass manche Heilmittel durch die Gier Vieler verfälscht und verpfuscht werden – Heilpilze, aber auch Tabak und Alkohol, die in früheren Zeiten als Türöffner zur „anderen Welt“ und auch als Arzneien galten. Man sehe sich an, wie man diese Dinge degeneriert und verfälscht und ihrem eigentlichen Sinn und Zweck entfremdet hat…
    Liebe Grüße!

  4. Sehr spannender Artikel. Die Schamanenrituale werden ja auch beschrieben als Initiations- oder Übergangsriten, d. h. der Patient wird von der Übergangsfigur in die nicht-dingliche Welt geleitet, erfährt dort etwas und kehrt zurück. Viele moderne Psychotherapeuten sehen sich ebenfalls in dieser Rolle. Suchtverhalten, egal welche, werden in diesem Sinn als Versuch, die nicht-Dingwelt zu erreichen, erklärt. Die Konsequenzen aus Entkoppelung von Ritual und Pilz kommen in Deinem Artikel gut zum Ausdruck.

    • Wenn Du Interesse an diesem Thema hast, wäre Carlos Castañedas Buch „Die Lehren des Don Juan“ eine gute Lektüre über die Unterweisung durch einen Schamanen und die Erfahrungen, die der „Lehrling“ dann selbst machen musste.
      LG und danke für’s Kompliment.

      • Inzwischen kann man wohl davon ausgehen, daß Castanedas Werke Fiktion sind. Davon unabhängig fand ich sie äußerst langweilig – im Vergleich mit meinen eigenen Erfahrungen.
        http://de.wikipedia.org/wiki/Carlos_Castaneda
        Schon 1936 machte Antonin Artaud Erfahrungen mit Peyotl bei den Tarahumaras in Mexiko. Insofern muß die Wirkung der Pilze schon vor Wassons Veröffentlichung (1957) bekannt gewesen sein.

        • Die peyotl sind Kakteen, nicht Pilze wie die von María Sabina verwendeten und werden in der Kultur der Huicholes schon seit hunderten (oder mehr) Jahren als Rauschmittel verwendet. Wasson nimmt für sich inanspruch, der erste „weisse“ Mann gewesen zu sein, der tatsächlich bei einer Velada teilgenommen hat. Allerdings hatte ich schon mal von Aufzeichnungen der Padres der span. Konquista gelesen, die ebenfalls über Pilz-Zeremonien berichteten, und so etwa anno domini 1570 beschrieb Sahagún, ein Franziskaner-Mönch die Peyotl-Wirkung….. Also: die padres warn’s! 😉

          • Stimmt! Das ist mir auch bekannt. Nur ist dieses – Wer war der 1.? – eben so der übliche Quark unter Wissenschaftlern, die auf ihren Trips anscheinend nich genug gelernt haben.

            • Lieber „Tom“,
              Castaneda hat/hatte schon ebbes mehr drauf als nur „Fiktion“ zu produzieren.
              Leider ist mir Mejico zu lebensfern, als dass ich die Nachfolger von Don Juan suchen möchte.
              Jedenfalls schätze ich Carlos mehr als der Meisterkopierer Paulo Coelho.
              „Die Kunst des Träumens“ empfehle ich da gerne.
              Und dazu kanste Dich in diverslichen Foren weiterlesen: http://www.kt-forum.de und andere.
              Viel spassmusssein beim luziden Träumen!
              spassi

              • Für die Fans iss das natürlich hart, zuzugeben, daß man genarrt wurde. Das iss bei den Zen-Buddhisten nich anders. Ich denke, das sind Leute, die mangels Bildung das Angebot europäischer Philosophie nie wahrgenommen und benutzt haben und stattdessen glauben, leichtgängige Simplifizierungen aus unterentwickelten Kulturen hätten mehr zu bieten. Wenn man zwischen „Shamanen“ lebt, erkennt man, wie raffiniert parasitär sie ihre noch dümmeren Mitmenschen ausnutzen und dabei konkreten Schaden anrichten.

            • Tom, der Erste war wohl ein Schamane. Die wussten lange vor den Grand Blanc woher sie ihre Drogen beziehen konnten und! vor allem, was diese Drogen verursachen können. Erst durch modernere Kommunikation und Presseartikel konnten auch die Wissenschaftler ausserhalb dieses eingeweihten Personenkreises an Infos kommen. hätten die damals schon ‚Face‘ und Twitter gehabt….
              Und solange kein anderer Weisser stichhaltig behaupten kann, DABEI gewesen zu sein, muss Wasson eben gelten – auch wenn er nur geführt dabei war…..

  5. faszinierend, spannend, erschütternd und traurig! warum müssen wir ALLES besitzen wollen und zu geld machen?! dabei fällt mir dein beitrag zu „glücklich geschieden“ ein – geld regiert die welt!
    liebe grüße,
    antje

  6. Da spannen sich so manche Bögen.
    Vom guten Carlos Castañeda über die cubanische Santaria (welche mich in ihren Zeremonien sehr beeindruckte), bis hin zu Albert Hofmann (und der Schilderung seiner „Fahrrad“-LSD-Vision) und letztlichen Visionären wie Aldous Huxley und seinem bester Freund Jiddu Krishnamurti.
    Wer sich die Bilder in C.G. Jungs „Rotem Buch“ betrachtet und daran erfreut, kann ahnen, welche Visionen hier entstehen können.
    Danke für den schönen Text!
    Gruss spassi

    • Wow! Spassi beehrt mich!
      Und weil Du gerade von Carlos Castañeda schreibst, eigentlich hatte ich vor, „Die Lehren des Don Juan“ noch als Literatur-Empfehlung hinterher zu schieben, aber vielleicht schreibe ich mal für ihn ein eigenes Kapitel.
      Ich wollte nur über María schreiben, aber es geht verlumtich nicht ohne die LSD/Halluzinogene-Vor- und Nachgeschichten mit einzubeziehen.
      Der von mir zitierte Chemiker im Selbstversuch war Albert Hofmann, der auch später Ernst Jünger als „Versuchskaninchen“ einbezog.
      Schön, dass Du vorbei geschaut hast, freut mich sehr!
      Schöne Tage!

  7. diese zeremonien finden noch heute statt im geheimen, und ist nicht nur auf die oaxaca gegend beschränkt, ich habe davon in san luis potosi gehört

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