Bangen, Hoffen, Jubeln

Abgeknabberte Fingernägel an zitternden Händen, strahlende Gesichter und Jubel, Wut und mühsam zurück gehaltene Tränen. Der Druck für die jungen Frauen ist enorm, spielen sie doch um ihre Zukunft in der grossen, hochdotierten Golf-Liga. Die meisten Spielerinnen reisen alleine, die Kosten für einen eigenen Trainer, einen Caddy oder Coach sind zu hoch. Und sie sind auch alleine in ihrem Stress, ihrer Angst vor dem Versagen, und selbst bei einem guten Ergebnis bleibt ihnen nur das Handy oder Internet um mit Familie oder Freunden zu reden.

Begleitete Spielerinnen haben es auch nicht leicht, vor allem wenn der Ehrgeiz in Person von Mama oder Papa mitreist. Da steht dann schon oft ein 12-Stunden-Tages-Programm an: Ab Sonnenaufgang zum Üben auf die Driving Range und Übungs-Grün, dann die Turnier-Runde und sofort wieder bis zum Sonnenuntergang auf die Range. (Wenigstens sind auf dem El Tigre Golfplatz die Sonnenauf- und -untergänge immer sehenswert). Mama/Papa stehen wie Feldwebel daneben und sorgen für ungebremsten Nachschub an hunderten Übungsbällen!

Während eines Turniers bauen sich schon mal Freundschaften auf, aber auch Aversionen, Aggressionen gegenüber den Konkurrentinnen. Da wurde schon mal der besseren Mitspielerin die Score-Karte vor die Füsse geschmissen, es fliegen bissige Bemerkungen, aber es gibt auch die guten Verliererinnen, die ihrer Konkurrentin für deren tolle Runde gratulieren, Umarmungen, Küsschen, Gelächter. Schliesslich wird man in 2, 3 Wochen das nächste Turnier gemeinsam irgendwo in einer fremden Stadt austragen müssen.

Kurzes Fazit:

Miriam Nagl aus Berlin legte gleich am ersten Turniertag eine sensationelle Runde mit -6 hin, setzte sich vor die favorisierten mexikanischen Spielerinnen Alvarez und Sherdian. Aber in der zweiten Runde verspielte sie ihren Vorsprung bereits während der ersten Bahnen, arbeitete sich wieder vorwärts, aber 3 unter Par reichten nur für den mit Lili Alvarez geteilten 11. Platz.

Auch Lili Alvarez und Sophia Sheridan hatten zu kämpfen. Bei ihnen lief es nicht richtig, wohl aber bei Spielerinnen, die sich von Tag zu Tag noch steigerten. Schliesslich konnte sich Ryan O’Toole nach zwei soliden Runden noch mit -8 Schlägen den Turniersieg holen.

Final Score LPGA Futures, Riviera Nayarit Classics 2011

 

 

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2 Kommentare zu “Bangen, Hoffen, Jubeln

  1. Ich werde mal eine Schnupperstunde einlegen, vielleicht macht mein Knie das mit, denn ich müßte dringend wieder Sport treiben und wenn auch wenig, habe keine Kondition mehr, das nervt gewaltig.

    Herzlichst ♥ Marianne

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