Chiapas

Ein Land mit vielen Kontrasten: bedeutende Mayastätten wie Palenque, Bonampak und Yaxchilán und die heute noch dort lebenden Indígenos, die etwa 25 % der Bevölkerung stellen, zeugen von der grossen Vergangenheit einer Hochkultur. Während der Kolonialzeit unterstand Chiapas der Regierung von Guatemala, wurde dann nach Mexiko eingegliedert, löste sich wieder um schliesslich per Volksentscheid sich doch wieder als Teil Mexikos zu deklarieren.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung spricht eine indigene Sprache, wie Tzeltal, Tzotzil oder Chol u.a.

Das Land verfügt weltweit über eine der grössten Arten- und Naturvielfalten. Das vorherrschende Klima reicht von Temperaturen bis 38 Grad im Sommer, die Winter können sehr kalt mit Temperaturen um den Gefrierpunkt sein.

1994 geriet Chiapas durch den Zapatisten-Aufstand in die internationalen Schlagzeilen. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung waren Landbauern ohne eigenes Land. Grossgrundbesitzer und vor allem Internationale Grosskonzerne im Pharmabereich, die an der Ausbeutung der Pflanzenvielfalt vor allem im Lacandona Dschungel, massive wirtschaftliche Interessen hatten, unterdrückten die Bevölkerung, die sich schliesslich in der EZLN  organisierte. Es folgten blutige Kämpfe, Massaker, Landbesetzungen, Vertreibungen. Heute noch ist Chiapas eines der ärmsten Bundesländer Mexikos, infrastrukturell schlecht erschlossen, häufigen Verwüstungen durch Hurricanes und wie aktuell Überschwemmungen durch Unwetter, sowie Erdbeben ausgesetzt, ist es dennoch ein faszinierendes Landschaftsgebiet.

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