Chia – für’s Sixpack

Chia Bohnen

Chian oder auch Chia (Salvia Hispanica) ist eine erstaunliche Pflanze. Schon seit mehr als 2500 Jahren wird Chian (nahuatl, bedeutet „am Wasser“) in den Höhenlagen der Sierra, südlich des 20. Breitengrades angebaut, Jalisco liefert noch heute gute Erträge. Chian-Samen spielten in der Ernährung wie auch in der indigenen Medizin eine grosse Rolle: Chian-Bohnen liefern Proteine, hohen Faseranteil und Fettsäuren, hohen Eisengehalt, Quercetin aber vor allem  Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren und waren neben Mais, Frijol, Kürbissen wichtige Bestandteile der regulären Ernährung. Chiansamen wurden Getränken beigemischt, als Mehl für atole und in tamales und tortillas verwendet. Das aus Chian-Samen gewonnene Mehl ist ähnlich wie Tapioca glutenfrei. Chian ist hydrophil. Es kann 12 mal soviel Wasser wie sein Eigengewicht speichern, die hydrophilen Kolloide sollen sich positiv, beruhigend auf den Verdauungstrakt auswirken. Neuere Untersuchungen sollen auch bestätigen, dass Chian viszerales, also Bauch-Fett reduziert  und für den Muskelaufbau nach ausgiebigem Gym-workout sehr zuträglich sein. In den USA wird Chia teuer als Nahrungsergänzungsmittel vor allem für Body-Builder verkauft.

Weisse Chian-Samen wurden schon von den Indianern als Medizin verarbeitet:
2 Teelöffel über Nacht in 2 Tassen Wasser eingeweicht ergeben einen gelartigen Energiedrink und regeln die Darmtägigkeit.

Chia

Die gleiche Masse kann auch auf kleine Hautentzündungen als Breipackung aufgetragen werden.

Das Mehl von Chiansamen wurde als Verdickungsmittel für Obst oder Gemüsebreie verwendet.

Heute wird weisser Chian bevorzugt als Erfrischungsgetränk ‚agua de chia‘ mit Lime oder Fruchtsaft getrunken.

Schwarzer Chian-Samen war wegen seines hohen Ölgehaltes sehr geschätzt. Man mischte das Öl Naturfarben für die Malerei bei.

In Mexiko wird Chia in „Semillas“ Läden kiloweise verkauft.

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3 Kommentare zu “Chia – für’s Sixpack

  1. Z-Saft? Zitrone? Mal ein Tütchen besorgen von dem Zeug, und nen Feldversuch starten. Als Nahrungsergänzungsmittel scheint es das schon zu geben. Aber wenn ich das Zeug in einen Softdrink verpacke und ne Werbung mit nem Muskelbepackten Guerillamann dazu entwerfe…

    • Am besten mit einer Menge Z- oder O-Saft. Pur: riecht muffig und ist optisch trüb, wenig ansprechend. Trotzdem habe ich festgestellt, dass es unter den Jüngeren im Gym der Renner ist, in jeder Form. Denke, der Grund dafür ist im Preis zu suchen: die getrockneten Bohnen gibt es hier kiloweise für wenig Geld in den kleinen Läden, die Getreide- und Samenkörner, Teeblätter etc. verkaufen. Mutti manscht es zuhause zum Mucki-Booster häufig als Teil der normalen Mahlzeit. Allerdings gibt es das Zeugs auch in kleinen Tüten, mit tollen Etiketten versehen, z.B. in GNC-Läden teuerteuer als Nahrungsergänzungsmittel der neuesten Generation. Und wer hat’s erfunden?…
      Frag mich jetzt bitte nicht, ob es den Bauchspeck auch wirklich „wegbrennt“: ich kann nämlich essen so viel ich will, ich nehm nicht ab! (und chia ist echt nicht mein Fall)

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