Hollywood meets Vallarta

Fährt man von Vallarta’s Altstadt aus südlich die M 200  Richtung  Barra de Navidad ist man nach etwa 20 Minuten in einem kleinen Ort namens Mismaloya. „Ort“ ist beinahe zuviel gesagt, denn es gibt keinen eigentlichen Ortskern, es ist mehr eine Ansiedlung von Privatvillen, kleinen Häusern, zwei grossen Hotelanlagen und wenigen kleinen Restaurants und Tacoständen am Strand. Der Strand allerdings ist vom Feinsten.

Aber, der Ort hat mehr. Tropische Vegetation, die sich die Hänge der Sierra Madre-Berge herunter bis zum Strand zieht, die Palapa-gedeckten Strandhütten, die kleinen Fischerboote in der Flussmündung des Rio Mismaloya, die langsamere Gangart dort, alles zusammen bietet ein relaxtes Ambiente im Gegensatz zum Alltagslärm in Vallarta.  Es muss etwas Besonderes an diesem Örtchen sein, warum sonst hätten Filmemacher sich explizit diesen Platz für ihre Produktionen ausgesucht?

Gene Hackman alias Roy Tucker  verbrachte in „Domino-Komplott“ (1976) in einer Villa am Strand, an der M200 von Vallarta nach Mismaloya gelegen, einige unbeschwerte Tage bevor er schliesslich dort erschossen wird,

Arnie Schwarzenegger als Dutch Schaefer kämpfte sich in „Predator“ (1986) den Fluss entlang und durch gefährlichen Dschungel. Das Basis-Set lag beim heutigen „El Eden“ Restaurant. Selbst das Helikopter Wrack liegt noch dort.

Rolf Möller prugelte sich als „Conan der Abenteuerer“ (1997)  in einer (wenig bekannten TV-Serie) durch die Landschaft.

Johnny Depp als George Jung wickelte in „Blow“ (2001) seine Drogeneinkäufe in Vallarta ab.

Scott Glenn aka Clayton Price erschiesst in seiner Rolle als Hitman der CIA in „Puerto Vallarta Squeeze“  (2003)  am Malecon zwei  Amerikaner und wird fortan von Harvey Keitel als Walter McGrane durch die Stadt und die Costa Nayarit entlang gejagt.

Ausserdem wurden einige Episoden div. TV-Produktionen, wie z.B. Love Boat, die US-Version des deutschen „Traumschiff“ in und um Puerto Vallarta gedreht.

Der Auslöser jedoch fuer dieses Hype der Filmindustrie war sicher John Huston, der 1963 in Mismaloya „Die Nacht des Leguan“ mit Richard Burton, Ava Gardner und Debbie Kerr drehte. Damals gab es noch nicht einmal eine Strasse von Vallarta nach Mismaloya, man konnte die abgelegene Fischersiedlung nur per Boot erreichen.

Ein aussergewöhnlicher Video-Zusammenschnitt zeigt ein Interview mit John Huston und den Schauspielern während der Dreharbeiten zu „Night of the Iguana“ aber vor allem viele Original-Aufnahmen des damaligen Vallarta und des tatsächlichen Drehortes, eine Ansiedlung von wenigen Hütten und bescheidenen Häuschen: Mismaloya.

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Ein Kommentar zu “Hollywood meets Vallarta

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